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"Journalismus mit Stallgeruch", dass ist mein Credo und auch der Inhalt des Onlinemagazins cattle.de. Darüber hinaus übernehme ich journalistische Tätigkeiten rund um die Landwirtschaft sowie die vor- und nachgelagerte Bereiche in Wort und Bild - auch für Sie! Dr. Uwe Scheper

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Schmerzskala für Rinder

An der Universität Copenhagen hat sich die Forscherin Karina Gleerup mit dem Schmerzempfinden von Milchkühen auseinandergesetzt. Hierzu hat sie sich vor allem auf typische Gesichts- und Körperreaktionen konzentiert, an denen man erkennen kann, ob Kühe Schmerzen haben und wie stark diese sind. Entstanden ist eine Kategorie mit 7 Stufen. Diese sollten sich Praktiker durchaus noch einmal zu Gemüte führen. Denn auch wenn man als Praktiker mit den Tieren lebt und ihr Verhalten kennt ... es macht durchaus Sinn, sich ab und an doch noch einmal mit der Thematik zu beschäftigen. Man wird bestimmt nicht dümmer davon, höchstens etwas sensibler, wenn es um das Verhalten und das Empfinden der Tiere geht ... und das ist gut so.

Hier die weiter führenden Links!

http://www.wir-sind-tierarzt.de/2017/09/schmerzskala-fuer-kuehe/

 

https://www.researchgate.net/publication/317400878_Identifying_Pain_Behaviors_in_Dairy_Cattle

 

Uwe Scheper

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VOST: +231 Euro dank hoher Nachfrage!

1074. Auktion: Nachfrage übertrifft das Angebot

Eine höhere  Nachfrage als Angebot  an Zuchtfärsen und –Bullen und ein dementsprechend flotter Verlauf kennzeichnete die 1074. Zuchtviehauktion des VOST am 12. September. Die Erholung der Preise am Milchmarkt brachte ein weiteres Mal zahlreiche Kaufinteressenten nach Leer und auch die Nachfrage aus den Niederlanden und Belgien hielt weiter an. Zusätzlich war Italien wieder mit Kaufträgen im Geschäft, so dass insbesondere bei den Abgekalbten ein deutlicher Preissprung von +231 Euro im Mittel verzeichnet werden konnte.

Generell bleibt aber festzuhalten, dass nur gute Qualitäten ohne Mängel in Exterieur und Melkbarkeit zu hohen bis sehr hohen Preisen einen Zuschlag fanden. Sehr groß war das Interesse an exterieurstarken Färsen mit passendem Minutengemelk und Einsatzleistungen von 30 kg Milch mehr. Tiere mit geringer Leistung, schwacher Melkbarkeit oder Mängeln, insbesondere in Euter und Fundament, waren auch trotz sehr guter Marktlage nur mit deutlichen Preisabschlägen zu vermarkten.

Den Tageshöchstpreis von 2.700 Euro bei den Abgekalbten erzielten gleich Färsen: Zum einen die Katalog-Nr. 67, eine Dempsey-Tochter aus der bekannten A- und Bullenmutterfamilie vom Betrieb Rohdemann, Berumerfehn,  zum anderen die Katalog-Nr. 94, GTI Eileen, eine Sid-Tochter von Hinrikus Gronewold, Timmel, die wie 20 weitere der angebotenen Färsen in die Niederlande wechselte.

Insgesamt erzielten fast 25 % der angebotenen Abgekalbten einen Zuschlagspreis von 2.000 Euro und mehr, so dass die Auktion letztlich mit einem Durchschnittspreis von 1.881 Euro bei den abgekalbten Färsen abgeschlossen werden konnte

Auch bei den Zuchtbullen konnte ein deutlicher Anstieg des mittleren Zuschlagspreises verzeichnet werden. So mussten die Kunden im Durschnitt 2.313 Euro für einen Zuchtbullen ausgeben. Knapp 600 Euro mehr erzielte der teuerste Bulle des Tages, die Katalog-Nr. 11, ein Balisto-Sohn aus einer schauprämierten Mutterlinie von Andreas Büsing, Lohorst. Der Bulle aus GVO-freier Fütterung und extrem hohen Inhaltsstoffen auf der Mutterseite wurde für 2.900 Euro einem Kunden aus Belgien zugeschlagen.

Die nächste Auktion findet am 17. Oktober ab 10.00 Uhr in der Ostfrieslandhalle in Leer statt. Anmeldschluss hierfür ist Montag, der  18. September 2017. Katalogbestellungen zur Auktion richten Sie gern an Tel: 0491-8004-100 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Quelle: VOST

Uwe Scheper

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OHG: Gute Tiere sehr flott vermarktet!

Gute Tiere sind sehr begehrt in der Halle Gartlage

Trotz stürmischen Wetters fanden viele Käufer am 13.September den Weg zur Halle Gartlage um ihren Bedarf an Zuchttieren zu decken.

Im Laufe der Auktion zeigte sich einmal mehr das Qualitätsbewusstsein der Käufer. Verkaufstiere ohne Mängel und ordentlichen Einsatzleistungen waren sehr begehrt und wurden auch dementsprechend bezahlt.
Die ansprechende Bullenkollektion konnte bei 100% Verkaufsquote zügig abgesetzt werden.

Teuerster Bulle war ein Eclair-Sohn von Bunge in Niedermehnen. Neben einer Klasse-1-Prämierung überzeugte dieser Bulle durch ein hervorragendes Papier mit Top-Mutterleistung und 152 gRZG. Ein Stammkunde aus Schleswig-Holstein sicherte sich dieses hochinteressante Zuchtprodukt für 3.100€.

Der zweitteuersten Bulle, ein rahmiger Chanel-Sohn aus einer sehr inhaltsstoffstarken Kuhfamilie, wird zukünftig seinen Dienst im Kreis Coesfeld tun. Der Zuchtbetrieb Wischmeyer, Föckinghausen erzielte hierfür 2.700€.
Sehr gefragt war auch wiederum ein Bulle aus der Rita-Familie von Reinermann, Rüsfort. Neben fehlerfreiem eigenem Exterieur fiel dieser Bulle vor allem durch die hervorragenden Mutter- und Großmutterleistungen, sowie durch beste Einstufungen der weiblichen Vorfahren auf. Diese Vorzüge waren einem Auftragskunden aus dem Sauerland 2.200€ wert.
Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.505€ ein.

War es bei den weiblichen Tieren vor der Auktion in der Stallgasse noch relativ ruhig, startete die Auktion von Beginn an mit zügigen Bietduellen. Schon die erste Kuh, eine Select-Zweitkalbskuh von Rhode in Andorf wurde für 2.200€ zugeschlagen. Diese kapitale Kuh mit einem festem und sehr lebhaften Euter ging an einen Kunden nach Polen.
Vermittelt wurde sie von Witold Rzepinski, dem auf der Auktion für seine 30 jährige Zusammenarbeit mit der OHG gedankt wurde. Durch Witold Rzepinski wurden in den vergangenen Jahren viele Tiere von den OHG-Betrieben an polnische Kunden vermittelt.

Wie schon auf den vergangenen Auktionen wurden gerade die leistungsstarken gut entwickelten Färsen zu Preisen von mehr als 2.000€ zugeschlagen. Am Ende waren es 60 Tiere, die diese Grenze überschritten. Ganz vorne mit 3.000€ und 2.800€ waren zwei Tiere aus dem Betrieb Heinrich Thöle aus Westendorf. Beide Tiere konnten mit Spitzeneutern und Leistungen über 40 kg Milch überzeugen. Die Katalognummer 150 eine Distinctio-Tochter wurde für 3000 € nach Belgien verladen. Eine Deyja- Tochter mit nicht weniger Qualität, geht an einen Züchter aus dem Sauerland.

Ebenfalls für 2.800€ zugeschlagen wurden noch zwei weitere Tiere zugeschlagen. Eine Sugar- Tochter mit über 45 kg Einsatzleistung aus einem breit- und festansitzendem Euter geht zu einem Züchter nach Belgien. Sie wurde vom Betrieb Timmering-Brandl aus Vehs angeboten. Und eine noch junge Boss Tochter von Nunnenkamp aus Schröttinghausen ging nach Polen. Das tolle Hintereuter und Fundament sowie wiederum die Einsatzleitung über 40 kg konnten hier überzeugen.

Die nächste Auktion findet in 4 Wochen am 11.10.2017 in der Halle Gartlage statt. Hier wird wieder mit einer Anzahl von 350 Tieren zu rechnen sein.

 

Quelle: OHG

Uwe Scheper

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Sturm verwüstet Maisfelder in NRW

Das Sturmtief Sebastian hat in Nordrhein-Westfalen eine Spur der Verwüstung auf den Maisfeldern hinterlassen. Von der holländischen Grenze bis in den Kreis Lippe sind die Maispflanzen auf vielen Flächen umgeknickt oder abgebrochen. Die ineinander verschlungenen Pflanzen liegen teilweise wie eine Matratze auf den Feldern. Am stärksten betroffen sind die Maisbestände am Niederrhein und im Münsterland. Selbst Fachleute haben dieses Ausmaß an Schäden noch nicht erlebt, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Obwohl regional schätzungsweise 30 bis 40 Prozent der Maisflächen betroffen sind, ist der genaue Umfang  der Schäden zurzeit kaum abzuschätzen. Glück im Unglück ist dabei, dass der Mais in NRW schon reif ist und die Ernte ohnehin ansteht. Da, wo das Wetter mitspielt und der Boden nicht zu nass für den Häcksler ist, müssen die betroffenen Flächen jetzt zügig geerntet werden. Da die lagernden Maispflanzen oft nicht mehr von den Erntemaschinen erfasst werden können, ist mit erheblichen Ernteverlusten zu rechnen. Der lagernde Mais kann wahrscheinlich nur noch als Silomais geerntet werden. Dabei werden die ganzen Pflanzen gehäckselt, unter Folien konserviert und als ein energiereiches Futter für Milchkühe und Mastbullen sowie in Biogasanlagen eingesetzt. Eine Nutzung als Körnermais, die eine Trennung von Kolben und Pflanze erfordert, wird technisch kaum noch möglich sein. Es bleibt zu hoffen, dass die erschwerten Erntebedingungen, wegen der auf dem Boden liegenden Pflanzen, nicht noch zusätzlich durch weiteren Regen behindert werden.

Mais  wächst in Nordrhein-Westfalen  auf 283 400 Hektar, davon sind 64,5 Prozent Silomais.

Quelle: LWK NRW

Uwe Scheper

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