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Wölfe usw.

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29 Apr 2015 16:42 #9037 von cattle
cattle antwortete auf das Thema: Aw: Wölfe usw.
Neues vom Wolf ... es war einer! Hier die Pressemeldung vom Kieler Ministerium.

Uwe
(cattle)
Genetikuntersuchungen nach Angriff auf Schafsherde: Männlicher Wolf nachgewiesen – Landwirtschaftsminister Habeck schafft staatliches Wolfsmanagement


KIEL. Zwei Wochen nach dem Angriff auf eine Schafsherde im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist ein Wolf als Verursacher nachgewiesen worden. Wie die genetischen Untersuchungen des Senckenberg-Instituts in Gelnhausen im Auftrag des Ministeriums ergaben, handelt es sich um ein männliches Tier, das aus einem Rudel in Sachsen-Anhalt stammt. Es wurde erstmals nachgewiesen. Dies teilte Landwirtschafts- und Umweltminister Robert Habeck heute (29. April 2015) dem Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages in Kiel mit.

In Folge des Angriffs Mitte April waren insgesamt 20 Schafe und 32 Lämmer gestorben, ein Teil direkt beim Angriff, andere mussten wegen ihrer schweren Verletzungen eingeschläfert werden, weitere starben in den Folgetagen. Das Ministerium veranlasste sofort, dass die Herde auf Teilflächen durch Elektrozäune geschützt wird. „Der Schafhalter wird selbstverständlich eine Entschädigung erhalten. Die Situation ist für ihn und seine Familie bedrückend“, sagte Minister Habeck.

Er betonte: „Es bedeutet eine große Herausforderung, dass der Wolf nach Schleswig-Holstein zurückkommt, besonders für die Nutztierhalter. Wir wollen, dass Schafhalter in diesem Land eine Zukunft haben, und wir wollen eine offene Weidelandschaft und Tiere in der Fläche. Daher bedarf es eines angemessenen Schutzes der Herden. Hier sind die Tierhalter gefragt, aber auch das Land leistet Unterstützung.“ Es gebe im Rahmen des Wolfsmanagements bereits ein breites Spektrum an Schutzmaßnahmen und Hilfe – von Beratung über Herdenschutzpakete bis hin zu Entschädigung.

„Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von Wolfsnachweisen in den letzten Monaten werden wir das Wolfsmanagement jedoch zusätzlich stärken. Statt wie bisher beim Wolfsinfozentrum in Eekholt wird es ab Anfang Mai beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) angesiedelt sein. Dort werden wir es personell verstärken. Weiterhin werden wir die engagierten und hervorragenden ehrenamtlichen Wolfsbetreuer intensiv einbinden“, sagte Habeck. „Sie sind unsere Erste Hilfe, die Tag und Nacht bereit steht. Das ist nicht selbstverständlich.“ Habeck dankte zudem dem Wolfsinfozentrum für sein ausgezeichnetes Engagement.

Das Ministerium wird auch mit allen Beteiligten - von Schäfern über Jäger bis hin zu Naturschützern – über weitergehenden Maßnahmen beraten. Am 19. Mai gibt es außerdem in Kiel (18.00 Uhr, FH Kiel) eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung. „Es ist ein sehr sensibles Thema - dem Wolf schlägt auf der einen Seite Sympathie bis hin zur überhöhten mythischen Verehrung entgegen, auf der anderen Seite angstvolle mythische Dämonisierung. Wir müssen als Gesellschaft lernen, mit der Rückkehr der Wölfe umzugehen. Dazu gehört es auch, Annahmen immer wieder zu hinterfragen und zu diskutieren.“, sagte Habeck.

Wölfe sind nach Washingtoner Artenschutzabkommen, Berner Konvention und der europäischen Naturschutzrichtlinie (FFH-Richtlinie) sowie das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Sie dürfen nicht gejagt werden. Bei konkreter Gefahr sind aber im Einzelfall artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen zur Vergrämung und zum Abschuss möglich. Die Polizei darf in einer konkreten Gefahrensituation für Menschen selbstverständlich eingreifen.


Hintergrund zum Herdenschutz und Entschädigungszahlungen

Landesweit gilt, dass Tierhalter ihre Tiere angemessen schützen sollen. Gibt es Hinweise, dass ein Wolf Schafe gerissen haben könnte, bringen Wolfsbetreuer Tierhaltern im Umfeld leihweise ein Notfallpaket mit Zaunmaterial. In speziellen Wolfsgebieten dagegen fördert das Land auch den vorbeugenden Schutz.

Das Land zahlt zudem Entschädigungen an Tierhalter, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Wolf die Nutztiere, insbesondere Schafe, gerissen hat. Dabei wird der tatsächlich entgangene Gewinn ausgeglichen. So können in einem angemessenen Rahmen auch Verluste ausgeglichen werden, wenn durch das Eindringen eines Wolfes Schafe verlammen – also ihre ungeborenen Lämmer verlieren

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26 Apr 2015 18:20 #9032 von cattle
cattle antwortete auf das Thema: Aw: Wölfe usw.
MoinMoin!

Nun eine Meldung aus Niedersachsen.

Uwe
(cattle)

Hi zur InfoNachricht vom hegeringsleiter lohne

Gestern gab es in adenstedt (gemeinde lahstedt nähe peine) einen wolfsangriff auf eine spaziergängerin mit ihrem husky. Es gab dann einen kampf zwischen den tieren! Der husky wurde von der tiho behandelt: bissspuren am kiefer und hals. Der wolf flüchtete. Der übergriff fand um 10:15 uhr statt. Der jagdpächter wurde um ca 18-19 uhr angerufen von der nabuvorsitzenden niedersachsen. Im telefongespräch wurde er darum gebeten keine informationen an die presse weiterzugeben und stillschweigend den vorfall hinzunehmen! Auf die frage woher sie denn die handynummer habe antwortete sie, sie hätte gute beziehungen zu peiner polizei.

Soweit sind wir schon!!! Unser NABU! Bitte weitere informieren

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24 Apr 2015 09:32 #9024 von cattle
cattle erstellte das Thema Wölfe usw.
MoinMoin!

In den letzten Tagen höre ich immer wieder von Wölfen, die "aufgetaucht" sind, die Reiter und Hundebesitzer gejagt haben sollen oder die Schafe gerissen haben (sollen). Bei uns in Schleswig-Holstein hat es vor knapp zwei Wochen in Rodenbek bei Kiel einen "Riss von 8 Schafen" gegeben. Ob es ein Wolf war oder ein streunender Hund, muss noch geklärt werden. Das wird derzeit über einen DNA-Test gekärt, das Verfahren dauert 14 Tage. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (18./19. April 2015) wurden in Erfde bei Rendsburg ebenfalls 8 Schafe gerissen. Auch dort wird ein DNA-Test klären, ob es ein Wolf war oder ein Hund.

Ob nun Wolf oder nicht ..., für Rinderhalter ist es schon wichtig zu wissen, wo und wann es zu solchen Übergriffen kommt. Ich könnte nicht so gut schlafen, wenn meine Jungrinder draußen wären und ich wüsste, dass in der Nähe ein Wolf oder wildernde Hunde ihr Unwesen treiben. Ich denke mal, dass es Euch nicht anders gehen wird. Von daher werde ich hier jetzt verstärkt darauf hinweisen, wenn ich von solchen Vorfällen höre. Und ... solltet Ihr auch etwas hören, so bitte ich um Meldung. Ob nun hier direkt im Forum oder per mail direkt an mich - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - , ist mir egal.

Wildernde Hunde:


Wölfe unterwegs:





Wie gesagt, es wird dem Rind egal sein, ob sie von einem Hund oder einem Wolf gerissen werden. Für uns ist es aber bestimmt wichtig zu wissen, ob, wie oder wann sich unser Weidevieh in Gefahr befindet.

Uwe
(cattle)

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