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Blauzungenkrankheit

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15 Sep 2008 09:00 #1405 von Christof
Christof antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
Hier findet man die aktuelle Statistik:

www.bmelv.de/cln_045/nn_1020208/DE/07-Sc...Deutschland2008.html

Auffällig ist der starke Anstieg der Fälle im August und September in Niedersachen. Was ist dort los?

Auch würde mich interessieren, ob es auch zu neuen Fällen kam in Betrieben in denen geimpft wurde.

Gruß
Christof

Baldus Polled Holsteins & Brown Swiss

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  • Uwe (cattle)
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10 Nov 2007 22:31 #601 von Uwe (cattle)
Uwe (cattle) antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
MoinMoin!

Diese Meldung des hiesigen Landwirtschaftsministeriums kam am gestrigen Abend raus.


Blauzungenkrankheit erreicht Schleswig-Holstein: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Die so genannte Blauzungenkrankheit hat Schleswig-Holstein erreicht. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit.
Nach Feststellung einer Infektion bei einem Rind im Kreis Steinburg muss der wegen früherer festgestellter Fälle in Niedersachsen bereits bestehende Sperrbezirk in Schleswig-Holstein nun durch weitere Bereiche ergänzt werden: So sind neben dem Kreis Steinburg aus jetziger Sicht betroffen die Stadt Neumünster sowie die Kreise Segeberg, Pinneberg und Rendsburg-Eckernförde. Die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen wird durch die Kreisverwaltungen sichergestellt.
Als Beobachtungsgebiet betroffen ist darüber hinaus das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie dänisches Gebiet (Teile von Jütland, Fünen und Lolland).

Wegen der neuen Entwicklung muss auch die Landestierschau auf der diesjährigen NORLA, die in dieser Woche in Rendsburg startet, in veränderter Form stattfinden. So werden in Abstimmung mit den betreffenden Tierhalterverbänden wegen der potentiellen Ansteckungsgefahr für Tiere dort vorsichtshalber keine Wiederkäuer präsentiert.

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine Tierkrankheit, an der vornehmlich Schafe und Rinder erkranken. Die Tiere zeigen Fieber und Schwellungen insbesondere im Kopfbereich. Für Menschen ist der Erreger nicht relevant.
Auch Fleisch und Milchprodukte können weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.
Die Virusübertragung erfolgt durch eine Stechmückenart, die so genannten Gnitzen, das sind ca. 2 Millimeter große Insekten.

Die Blauzungenkrankheit stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa. Nach Erkrankungen in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich traten jedoch seit August 2006 auch in Deutschland Fälle auf.

Uwe
(cattle)


PS: für die Norla ist dies natürlich richtig übel. Denn somit hat diese Messe einen wesentlichen Grund verloren, um der Messe auf dem Rendsburger Messegelände einen Besuch abzustatten.

Uwe grüßt!
(cattle)



MoinMoin!

Hier noch eine weitere Pressemitteilung, diesmal aus Baden-Württemberg:

Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg bei Rindern und Schafen durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt


Landkreise Main Tauber, Ortenau, Enzkreis und Heilbronn betroffen / Verdachtsfälle in den Landkreisen Rhein-Neckar, Karlsruhe Stadt und Land

Das Virus der Blauzungenkrankheit ist bei Proben von Rindern und Schafen aus Baden-Württemberg durch das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf - Diagnostikzentrum erstmalig festgestellt worden. Die Proben wurden bei Tieren aus dem Main-Tauber-Kreis, dem Landkreis Heilbronn, dem Enzkreis sowie dem Ortenaukreis entnommen, die jeweils typische Krankheitsanzeichen zeigten. Es handelt sich um die ersten Nachweise des Erregers im Südwesten. Das Friedrich-Loeffler-Institut als nationalem Referenzlabor hat die Befunde bestätigt. Die zuständigen Veterinärämter haben den Ausbruch der Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt und die notwendigen Maßnahmen veranlasst. Weitere Verdachtsfälle wurden aus den Landkreisen Rhein-Neckar und Karlsruhe (Stadt und Land) gemeldet. Die amtliche Bestätigung hierfür steht noch aus.

Nachdem die Krankheit im letzten Jahr erstmalig in Deutschland aufgetreten war, ist das Geschehen seit Juni 2007 erneut aktiv. Die Übertragung erfolgt ausschließlich über Stechmücken, nicht von Tier zu Tier. Seither sind wieder über 4.500 Ausbrüche insbesondere in den schon letztes Jahr betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen aufgetreten. Die Krankheit befällt insbesondere Rinder und Schafe und ist seit langem in wärmeren Regionen (Mittelmeerraum, Afrika) bekannt. Das Virus kann nicht auf Menschen übertragen werden, eine Gesundheitsgefährdung besteht deshalb nicht. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigenpflichtige Viruserkrankung der Wiederkäuer, die mit Fieber und Ödemen infolge Gefäßschädigungen einhergehen kann. Ihr Verlauf kann mild bis hochgradig sein.

Die Blauzungenkrankheit führt zu wirtschaftlich nachteiligen Auswirkungen auf die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe durch die Erkrankung der Tiere und die Handelsbeschränkung ganzer Regionen. Da bisher durch den einzelnen Tierhalter nicht beherrschbar, wird die Krankheit staatlicherseits als Tierseuche bekämpft. Dies geschieht insbesondere durch die Reglementierung des Viehverkehrs, mit Transportbeschränkung und sonstigen Auflagen. Besonders restriktiv werden Beschränkungen beim Viehverkehr in und aus der sogenannten 20-Kilometer-Zone wirksam (20 Kilometer Radius um die betroffenen Betriebe). Neben diesen Sperrzonen werden Beobachtungszonen mit einem Radius von 150 Kilometer um den Ausbetrieb gebildet, indem ebenfalls Beschränkungen gelten.

Es wird davon ausgegangen, dass im Winterhalbjahr keine weiteren Infektionen stattfinden, da die Stechmücken als Überträger nicht mehr aktiv sind. Ein zugelassener Impfstoff für den in Deutschland auftretenden Virustyp existiert bislang nicht. Für das Jahr 2008 ist ein solcher Impfstoff angekündigt.

Quelle: MLR Baden-Württemberg

Uwe
(cattle)

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  • Christof
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10 Nov 2007 22:30 #600 von Christof
Christof antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
@ Heike: Hat die Krankheit die Grenze nach Dänemark schon überschritten?

Gruß
Christof

---

Hallo,

die Zahlen der bestätigten Fälle sind aktualisiert (Stand 14.09.2007):

www.bmelv.de/cln_045/nn_1020208/D...tml__nnn=trueer

Gruß
Christof

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10 Nov 2007 22:29 #599 von Uwe (cattle)
Uwe (cattle) antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
Puuh ..., ich werde mal am Wochenende schauen, wie es im übrigen Europa ausschaut,

danke erstmal.

Uwe grüßt
(cattle)

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10 Nov 2007 22:28 #598 von hi_i
hi_i antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
Nur in einigen wenigen Gebieten in Meg-Pom, Sachsen, Brandenburg, Berlin und Bayern. Alle hier nicht genannten Gebiete: www.bmelv.de/cln_045/nn_1020208/S....html__nnn=true


Viele Grüße Hii_de

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10 Nov 2007 22:28 #597 von Uwe (cattle)
Uwe (cattle) antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
MoinMoin!

Wo sind denn aktuell noch \"richtig BT-freie\" Gebiete hier in Deutschland. Ich habe den letzten Stand nicht mehr, nur noch, dass sich BT auch ganz allmählich nach Norden ausdehnt.

Uwe grüßt
(cattle)

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10 Nov 2007 22:28 #596 von hi_i
hi_i antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
Das mag jetzt vielleicht grausam klingen und auch sein, aber wenn wir impfen, werden wir bei den Tieren nie eine eigene Immunität aufbauen, lassen wir das impfen und rechnen die, leider dabei eingeschläferten oder eingegangen Tiere mit der Tierseuchenkasse ab entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Immunität, hoffentlich auch bei den Kälbern. Dann ist das Problem aus der Welt. Es wäre jetzt nur interessant zu wissen, ob die immunen Tiere als Infektionsquelle für die übertragenden Gnitzen ausscheiden, oder ob die trotz eigener Immunität weiterhin die Viren an die Gnitzen abgeben.
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

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10 Nov 2007 22:27 #595 von Roxy-Fan
Roxy-Fan antwortete auf das Thema: Re:Blauzungenkrankheit
Hallo? Wie viele Rinder mit Blauzunge hast du schon gesehen? Sicher verläuft bei etlichen die Infektion vielleicht unbemerkt ohne großen Schaden, aber ich habe viele gesehen, denen ging es richtig scheisse, manche werden trotz massiven Eingreifens nie mehr was anderes als ne Schlachtkuh, und wären ohne Behandlung ganz sicher elendig verreckt, wie die zahlreichen Schafe.
Die wirtschaftliche Bedeutung ist also auf jeden Fall gegeben!
Letztes Jahr hab ich ähnlich gedacht wie du, aber jetzt sehe ich das anders!

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