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"Der dritte Weg" ...

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06 Sep 2015 21:32 #9203 von cattle
cattle erstellte das Thema "Der dritte Weg" ...
MoinMoin!

In der Agrarpolitik gibt es ja derzeit viele Ideen und Konzepte. Ein wenig mehr Grün, ein wenig mehr Markt oder etwas mehr Staat? Es ist und bleibt schwieirg. Hier ein Ansatz, der gerade von der schleswig-holsteinischen CDU ins Spiel gebracht wird. Was haltet Ihr davon? Und ... ist Euch der Text dieser Pressemitteilung konkret genug? Vielleicht hake ich da einfach mal nach, wenn es Euch interessiert.

Uwe grüßt
(cattle)


Daniel Günther und Heiner Rickers: Für einen dritten Weg: CDUstellt Gegenentwurf zur Grünen Agrarwende vor

Die CDU in Schleswig-Holstein will die in den vergangenen Jahren
insbesondere von SPD und Grünen öffentlich geschürten Gegensätze
zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft auflösen. Das geht
aus einem in den vergangenen Monaten entwickelten Positionspapier der
CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag hervor:

,,Eine am Tierwohl orientierte, umweltbewusste und ressourcenschonende
Landwirtschaft ist nach unserer Überzeugung das Kernanliegen jedes Bauern.
Allerdings müssen sie durch entsprechende Rahmenbedingungen auch in die
Lage versetzt werden, diese Ziele zu erreichen. Und es muss Schluss sein mit
den ständigen öffentlichen Anfeindungen der Herren Hofreiter und Co. Dafür
steht unser dritter Weg", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel
Günther heute (31. August 2015) in Kiel.

Die CDU wende sich damit auch gegen derzeit von Umweltminister Robert
Habeck vorgenommene ungerechtfertigte Schuldzuweisungen gegenüber den
Landwirten. Diese dienten nur dem Ziel, immer neue Überregulierungen zu
schaffen. "Habeck behauptet, dass er den regionalen Bauern helfen will. Mit
seinen immer neuen Vorschriften macht er jedoch die Erzeugung regionaler
Produkte so teuer, dass langfristig nur die von ihm angeblich bekämpften
Agrarfabriken oder dauersubventionierte Betriebe überleben können. Das ist
der falsche Weg, durch den der Strukturwandel nur beschleunigt wird", so
Günther.

Der ,,dritte Weg" beschreibe das Ziel, die Landwirtschaft künftig nach
Ökoeffizienzkriterien auszurichten und auch zu entlohnen. "Dabei müssen die
gesellschaftlichen Ansprüche an das Tierwohl und den Naturschutz ebenso
berücksichtigt werden, wie marktwirtschaftliche Grundregeln",erläuterte
CDU-Landwirtschaftsexperte Heiner Rickers.

Die CDU setze dabei auch auf eine Reduzierung der überbordenden
Vorschriften. Statt dessen sollen über eine Umschichtung der Förderung mehr
finanzielle Anreize für die Einhaltung höherer Umweltstandards gesetzt
werden. ,,Die Landwirte sollen ab 2020 nicht mehr auf die vollständigen Mittel
aus der 1. Säule der EU-Förderung angewiesen sein. Mit Mitteln aus der
zweiten Säule wollen wir das Einkommen der Landwirte durch die
zielgerichtete Förderung von Infrastruktur und neuen Erwerbszweigen
verbessern. Das Geld muss künftig bei den Betrieben ankommen", so Rickers.

Die CDU-Landtagsfraktion wende sich gegen eine anonyme, industrielle
Agrarproduktion. Statt dessen werde ein besonderes Augenmerk auf die
Bereiche Tierwohl, Arten- und Naturschutz und Lebensmittelproduktion
gelegt. Wichtig sei für die Unionsfraktion, dass Produktionsverfahren
umweltgerecht, nachhaltig und ressourceneffizient gestaltet würden. Durch
eine hohe Transparenz und Aufklärung über landwirtschaftliche
Produktionsweisen solle sicher gestellt werden, dass sich am Markt
entsprechend produzierte Lebensmittel durchsetzen können. Dies sei auch
eine Forderung an den Einzelhandel.

,,Unser Leitbild ist eine regional verankerte Landwirtschaft, die von den
Landwirten und ihren Familien vor Ort getragen wird. Dieses Leitbild kann nur
mit der Anerkennung des Eigentums, unternehmerischer Freiheit und einer
größtmöglichen Eigenverantwortung der Landwirte verwirklicht werden", so
Rickers.

Die CDU mit ihrer Verwurzelung in und ihrem Verständnis von der
Landwirtschaft sei die einzige Partei, die gemeinsam mit den Beteiligten
ökologische Fortschritte erreichen könne. ,,Wer wie die Grünen bei jeder
Gelegenheit diffuse und oft unbegründete Ängste gegenüber den Landwirten
schürt, der kann von ihnen kein Vertrauen erwarten. Auch die Landwirte
haben ein Interesse daran, aufzuklären und schwarze Schafe schnell zu
entdecken und zu belangen.", erklärte der CDU- Landwirtschaftsexperte.

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