Freitag, 18. Mai 2012
   
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Deutliche regionale Unterschiede beim Pachtentgelt

- "Ackerland kostet im Durchschnitt 221 Euro je Hektar" ... in Baden-Württemberg und nicht in S-H oder in Weser-Ems ... und schon gar nicht das Teilstück direkt bei uns am Hause ...

Für die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-württemberg ist das Wirtschaften auf fremden Grund und Boden nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 der Normalfall. Nach Feststellungen des Statistischen Landesamts wird in drei von vier Betrieben Fläche zugepachtet, der Anteil der gepachteten Fläche an der bewirtschafteten Fläche insgesamt beträgt rund 60 Prozent. Für den Großteil der gepachteten Flächen, die Pachtungen von familienfremden Personen, liegen auch Angaben zum Pachtentgelt vor, das sich im Landesmittel auf 197 Euro je Hektar (ha) beziffert.

Die Höhe des Pachtentgelts ist von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von der Nutzungsart. Das niedrigste Entgelt wird für die Nutzung von Grünland entrichtet, im Durchschnitt 117 Euro je ha. Deutlich teurer wird das vielseitiger nutzbare Ackerland gehandelt: mit 221 Euro je ha. Am teuersten ist die sonstige Fläche, die unter anderem Dauerkulturen wie Rebland und Baumobstanlagen umfasst. Der durchschnittliche Pachtpreis für sonstige Flächen beträgt 386 Euro je ha.

Die flächenmäßig größte Bedeutung unter den Pachtflächen hat das Ackerland, auf das mit 451 000 ha mehr als die Hälfte entfällt. Am meisten wird für die Pachtung von Ackerland in den veredlungsstarken Kreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis bezahlt. Mit mehr als 350 Euro je ha markieren sie die Spitzenposition des Landes. Schon mit deutlichem Abstand, mit 250 bis 300 Euro je ha aber ebenfalls über dem Landesmittel, folgen weitere Kreise in den viehstarken Gebieten an der östlichen Landesgrenze: vom Ostalbkreis bis zum Kreis Ravensburg. Den südlichen Schlusspunkt in dieser Kette bildet der Bodenseekreis mit 263 Euro je ha. Den Gegenpol bilden die Kreise, die vom Albvorland und dem östlichen Schwarzwaldrand über die Gäulandschaften bis zum nördlichen Oberrhein reichen. Vom Schwarzwald-Baar-Kreis bis zum Landkreis Karlsruhe reicht der Bogen, in dem im Mittel weniger als 150 Euro für Nutzung eines Hektars Ackerland entrichtet werden.

Quelle: StaLa Ba-Wü

Uwe Scheper

(cattle)

Kommentare  

 
+1 #1 Bullkatos 2011-07-17 18:10
Joar darüber kann man hier im Emsland nur müde lächeln... ( oder weinen ?) :sigh:
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