Freitag, 18. Mai 2012
   
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OHG: Widrige Wetterumstände beeinträchtigen Februar-Auktion

- Preise behaupten sich dennoch besser als erwartet - Die Kälte hält ganz Europa in Atem - Viele Funktionen des öffentlichen Lebens sind beeinträchtigt - Das gilt natürlich auch in besonderer Weise für die Milch erzeugenden Betriebe.

Und das nicht nur bei uns sondern auch in Regionen, die von Eis und Schnee im Allgemeinen verschont bleiben. So gibt es in Italien eine deutliche Kaufzurückhaltung und Tiertransporte in Polen waren in der ganzen letzten Woche überhaupt nicht möglich. Am Freitag noch war die Temperatur im Osten Polens mittags bei minus 22 Grad. Die hiesigen Landwirte kamen auch nicht in Scharen, um gerade jetzt neue Tiere einzustallen. Die Temperatursituation hatte sich dann aber plötzlich doch entschärft und das brachte diejenigen auf das Trapez, die die Gunst der Stunde nutzend, schon Tiere kaufen wollten, wenn sie denn preiswerter zu bekommen waren. Dadurch wurde schließlich der Absatz gesichert, wenn auch auf einem niedrigeren Preisniveau als zuletzt.

Auf dieser Februar Auktion wurden insgesamt 32 Zuchtbullen verkauft. Auch für diese Kategorie war die Nachfrage zurückgegangen. Die Bullen erzielten im Schnitt 1.269 € und damit 179 € weniger als auf der Januar-Auktion. Ein Lonar-Sohn aus einer 87-Punkte Snowman-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Wissmann in Suttorf war der beste Bulle dieser Februar-Auktion. Der Bulle war sowohl vom Exterieur herausragend, bestach durch seine sehr interessante Abstammung und konnte auch durch seine eigenen genomischen Zuchtwerte überzeugen. Dieser Bulle wurde für 2.600 € einem Züchter aus Niedersachsen zugeschlagen. Ein Shottle-Sohn aus einer bekannten Kuhfamilie, der E-Familie des Zuchtbetriebes Starke aus Varl, in diesem Fall aus der 88-Punkte DT-geprüften Rudolph-Tochter Esra, wurde für 2.450 € für einen Käufer aus Belgien verladen.

Bei den Rindern taktierten die Käufer vorsichtig und gaben eher zögerlich ihre Gebote ab. Keiner wollte den Startschuss für einen Run auf Rinder abgeben. Viele gute Qualitäten sorgten dann aber doch für einen zügigen Auktionsverlauf mit allerdings eingebauter Bremse nach oben. Die Rinder wurden an eine breite Käuferschicht verkauft. So gingen 41 Rinder nach Belgien, 44 Rinder nach Italien, 34 nach Polen und alle anderen fanden interessierte Käufer aus ganz Deutschland, von Mecklenburg bis Baden-Württemberg. Die beste Färse dieser Auktion war rotbunt. Sie stammt aus dem Zuchtbetrieb Neßlage, Nortrup. Es handelte sich um eine Carmano-Tochter aus einer 86-Faber Mutter. Mit guten Leistungen und sehr guten Inhaltstoffen fand diese Färse zum Preis von 2.400 € ein neues Zuhause in einem Spitzenbetrieb in Hessen. Für 2.300 € ging eine überaus harmonische Wizzard-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Schulte, Wechte nach Westfalen. Im Anschluss an die Herdbuchrinder wurden noch alle 8 Hilfsherdbuch-Rinder im Schnitt für 1.356 € verkauft.

Eine Ausnahme, was Preis und Nachfrage betrifft waren die Kälber. Sie waren gut gefragt, konnten im Schnitt um 85 € zulegen und erreichten damit einen Preis von 503 € im Schnitt bei Einzelpreisen zwischen 400 € und 650 €.

Die nächste Auktion in Osnabrück wird am 7. März veranstaltet. Zu dieser Auktion wird ein ähnlich großer Auftrieb erwartet wie jetzt im Februar.

Quelle. OHG

Uwe Scheper

(cattle)

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