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1648 Euro für schwarzbunte Färsen in SH

Für eilige Leser:
Auf der August-Auktion nach der Sommerpause verlief der Markt in den Rasseabteilungen aufgrund der jeweiligen Dichte des Angebots unterschiedlich. Das sehr knappe Angebot des Bullenmarktes der Rotbuntabteilung übertraf trotzdem noch die Nachfrage. Bei den Schwarzbunten war die Nachfrage größer, nahezu alle angebotenen Bullen wurden zu leicht anziehenden Preisen zugeschlagen.
Die Verbesserung des Milchpreises war auch auf dem Färsenmarkt spürbar. Er verlief gut, bei anziehenden Erlösen wurden nahezu alle angebotenen Färsen verkauft. Insgesamt ist festzuhalten, dass gut entwickelte, korrekte Tiere mit entsprechendem Leistungspapier in Neumünster hervorragend vermarktet werden können, da die Käufer bereit sind hierfür gutes Geld anzulegen.

 

... und hier ausführlich:



Steigende Preise auf der August-Auktion

Der Start in die erste Auktion nach der Sommerpause war recht verhalten, das Angebot der rotbunten gekörten Bullen übertraf die Nachfrage. Die durch das Wetter zunehmend in Verzug geratene Ernte trug zudem dazu bei, dass die gewohnte Anzahl Käufer am Auktionsstandort Neumünster dieses Mal ausblieb. Bei leicht anziehenden Zuschlagspreisen blieben trotz des sehr knappen Angebots einige Bullen im Überstand. Die Käufer boten hier sehr qualitätsorientiert.

Mit dem Verkauf der schwarzbunten Bullen nahm die Auktion immer mehr Fahrt auf, die Gebote waren zahlreicher und flotter und fast alle Bullen konnten zu leicht anziehenden Preisen zugeschlagen werden. Beim Verkauf der fast ausschließlich schwarzbunten, abgekalbten Färsen boten die Käufer zügig. Fast alle aufgetriebenen weiblichen Auktionstiere wurden zu guten Zuschlagspreisen verkauft, wobei auch hier exterieurstarke Färsen mit hohen ersten Kontrollleistungen die besten Preise erzielen konnten.

In der Schwarzbuntabteilung erzielten die abgekalbten Färsen gute 1.648,- € im Durchschnitt. Den Höchstpreis von 2.000,- € erzielten Katalognummer (Nr.) 74, „Sophia“, eine typstarke, korrekte „Moonboy“-Tochter mit hoher Einsatzleistung von Thomas Schmahl vom Betrieb Milchhof Wesenberg, Wesenberg (OD) und Nr. 92, „Saphir“, eine schicke, dunkle „Dastin“-Tochter mit sehr gutem Euter und guten genomischen Zuchtwerten aus dem Betrieb von Volker Wehde, Bünsdorf (RD/ECK).

Die schwarzbunten Bullen erreichten 1.514,-€ im Mittel. Teuerster Bulle war für 2.300,- € die Nr. 37, „Totos“, ein typstarker und heterozygot hornloser „Powerball P“-Sohn aus einer über mehrere Generationen exzellent bewerteten amerikanischen Kuhfamilie. Verkäufer war hier Detlev Bähnke aus Klein Schlamin (OH).

In der Rotbuntabteilung erlöste die einzige angebotene abgekalbte Färse 1.550,-€. Die Nr. 90, „Schwan“ von Hans Tietgen aus Rickling (SE) zeigte sich im Auktionsring typstark und gut herausgebracht, bei hoher Einsatzleistung und gutem Euter.

Die rotbunten gekörten Bullen erreichten 1.483,-€ im Mittel. Teuerster Bulle war Nr. 5 „Taluno“ der aufgrund seiner Korrektheit, Körperharmonie und den sehr guten Übergängen in Klasse II gekört worden war. Er erlöste 2.000,- € für seinen Züchter Ferdinand Werner Kamps aus Cuxhaven (NDS).

Tiere aus der Rasseabteilung Angler wurden auf der August-Auktion nicht aufgetrieben.

Die nächste Auktion für schwarz- und rotbunte Bullen sowie weibliche Tiere – nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher Bescheinigung – findet am Donnerstag, 21. September 2017, in den Holstenhallen, Neumünster, statt.

 

Quelle: RSH

Uwe Scheper

(cattle)

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