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42. Internationale Osnabrücker Schwarzbunt-Tage

Die wohl erfolgreichste Veranstaltung im letzten Jahrzehnt

Im Vorfeld zu den 42. Internationalen Osnabrücker Schwarzbunt-Tagen war nicht unbedingt eine große Euphorie oder Begeisterung zu erwarten, da nach dem sicherlich guten Jahr 2017 in den Wochen seit Jahresbeginn wieder eine zunehmende Verunsicherung bei den Milchviehhaltern hinsichtlich der Milchpreiserwartung einsetzte. Bei den monatlichen Zuchtviehauktionen war dies schon im Dezember spürbar und auch im Januar 2018. Trotz dieser nicht gerade günstigen Rahmenbedingungen verlief die diesjährige Veranstaltung aber von Beginn an in allen Veranstaltungsteilen so gut wie selten zuvor.

Beginnend mit der Unterstützung der Sponsoren und gewerblichen Aussteller, wo bereits deutlich vor dem Anmeldeschluss alle Standflächen und Sponsoring-Pakete vergeben waren, setzte es sich in den letzten zwei Wochen vor der Veranstaltung mit unerwartet großen Anmeldezahlen von in- und ausländischen Besuchern fort, so dass die meisten Hotels in Osnabrück ausgebucht waren. Für die Züchtertour am Freitag war der vorgesehene Reisebus schnell ausgebucht, so dass die restlichen Teilnehmer auf einige weitere kurzfristig bestellte Bullis aufgeteilt wurden. Bei ungewöhnlich milden, fast frühlingshaften Temperaturen erlebten die Besucher auf den hervorragend gemanagten Betrieben Meyer in Kettenkamp und Westrup-Koch in Linne einige interessante Stunden. Zum Abschluss der Tour wurden am OHG-Zuchtzentrum einige interessante neue genomische Topbullen vorgestellt, wobei der zum Schluss präsentierte gerade 13 Monate alte helle und von Kopf bis Fuß äußerst korrekte Kerrigan-Sohn Kent aus der Mabelle-Familie von Gr. Honebrink vielen Experten mit am besten gefiel. Beim anschließenden Besuch in der Donor-Station konnte man sich von der Qualität der aktuell gut 20 dort vor Ort befindlichen Bullenmütter der Zukunft überzeugen. Allein 4 waren ebenfalls Enkel aus der Mabelle von Gr. Honebrink, die in den nächsten Monaten die erfolgreichste Bullenmutterfamilie im aktuellen OHG-Zuchtprogramm sein wird mit 4 Söhnen bei den für 2018 zum Ersteinsatz geplanten OHG-Jungbullen.

Volle Stallgassen und stimmungsvoller Züchterabend
Viele der in- und ausländischen Gäste sowie auch die Beschicker der Schau und Auktion trafen sich am Freitagabend in der Halle Gartlage. Während es in früheren Jahren oft klare und eindeutige Meinungen zu den Favoriten bei der Verbandsschau, hinsichtlich der Rangfolge, bei der Qualität der Nachzuchten oder auch den vermeintlichen Spitzentieren im Angebot der Top-Genetik-Auktion gab, fiel die Vorbeurteilung in diesem Jahr doch deutlich differenzierter aus. Es gab aber durchweg Anerkennung für das hohe Qualitätsniveau und kaum einer mochte sich wirklich festlegen, wer wohl am nächsten Tag der große Gewinner bei Schau oder Auktion sein würde.

Rote Färse begeistert bei den Schwarzbunt-Tagen
Für dieses Jahr hatten die Gremien der OHG sich für den allseits bekannten und aus dem benachbarten Emsland kommenden erfahrenen Preisrichter Lambert Weinberg entschieden. Er löste seine Preisrichteraufgabe in gewohnter Souveränität, aber musste doch das eine oder andere Mal eingestehen, dass ihn die Ausgeglichenheit in der einen oder anderen Klasse vor schwierige Entscheidungen gestellt hat. In der größten Richtklasse der mittleren Alterskategorie sah er sich auch genötigt, bei der Kommentierung mit der in dieser Klasse letztplatzierten Kuh zu beginnen, weil auch diese ihm noch ausgezeichnet gefiel.

Gleich zu Beginn der Schau war ihm jedoch anzumerken, dass ihn die nahezu komplett rot gedeckte Lake Red-Tochter Alisa von Schulze-Placke besonders begeistert hatte. Sie überzeugte ihn nicht nur durch ein äußerst balanciertes und hervorragend angesetztes Euter sowie tadelloser Bewegung und Fundamentqualität, sondern zugleich durch ihre perfekte feste Oberlinie und konnte die noch kürzlich auf der Brandenburger Verbandsschau als Siegerfärse ausgezeichnete Beemer-Tochter MBL Bunte von Bielefeld in Dalvers, die auch enorm viel Stil und Weiblichkeit ausstrahlte, auf den 1b-Platz verweisen. In der mittleren Färsenklasse hatte Lambert Weinberg mit der Missouri-Tochter Baywatch von Ballmann eine klare Klassensiegerin, die von ihrer Vorhand bis zum Fuß in allen Körperteilen zu überzeugen wusste. Diese vorher ab Stall noch als tragende Färse zugekauft konnte somit zwei erfolgreiche Zukäufe von abgekalbten Färsen, die vom VOST-Select-Sale stammende Impression-Tochter Sunshine von Neßlage/Middelkampf sowie die von Klöcker vorgestellte und auf der November-Auktion gekaufte Missouri Kassandra auf die weiteren Plätze verweisen. Bei den älteren Färsen überzeugte Lambert Weinberg die langgezogene, edle und mit imponierendem Hintereuter ausgestattete Overbay-Tochter MEY Rosanna von Meyer. Die Züchtergemeinschaft Middelkampf/Neßlage stellte hier erneut eine Färse auf den 1b-Platz mit der Aftershock-Tochter RZB Diva, die ebenfalls mit hohem Hintereuter und gutem Zentralband imponierte. Bei der Siegerauswahl machte jedoch Lambert Weinberg keinen Hehl daraus, dass ihm von Anfang an die Korrektheit der rotbunten Färse in Verbindung mit ihrer tadellosen Bewegung so begeistert hatte, dass sie am heutigen Tage den Siegerpreis verdiente vor der sehr kompletten schwarzbunten Missouri-Tochter Baywatch von Ballmann als Reservesiegerin.

3 von 4 Klassensiegen an Töchter von OHG-Bullen
Zahlenmäßig am stärksten besetzt waren die mittleren Kuhklassen mit 3 größeren Klassen Zweitkalbskühe sowie einer Klasse jüngerer Drittkalbskühe. Gleich in der Auftaktklasse dieser Kategorie war die Qualitätsdichte der 9 Kühe so ausgeglichen, dass letztlich nur kleine Nuancen den Ausschlag gaben. Immerhin trat hier u. a. auch die Reservesiegerin des Vorjahres, NN Pitbull Darina, erneut in Top-Verfassung an und die gerade frisch gekalbte aus Frankreich importierte seidige schwarze Sea Loyale von Ballmann war ein Blickfang. Letztlich entschied sich aber Lambert Weinberg für ein Duo von zwei sehr offenrippigen und mit hervorragenden Hintereutern ausgestatteten Kühen mit der letztjährigen Nachzucht-Siegerin, GKC Matrix Marokko von Gr. Klussmann, an der Spitze vor der aus einer Wizzard stammenden KHS Meridian Elanka von Klöcker. In der Folgeklasse waren mehrere Zweitkalbskühe vertreten, die bereits im Vorjahr als Färsen auf sich aufmerksam machen konnten. Die Nase vorn hatte dieses Jahr die hellbunte äußerst harmonische und mit top Euter ausgestattete Select-Tochter MEY Antaris vor der letztjährigen Siegerfärse KKH Defender Madlen von Kolckhorst-Kahle. Auch in der Folgeklasse setzte sich in der Spitze ein Duo von zwei Kühen durch, die bereits im Vorjahr als Färsen bei der Schau vertreten waren. Durch ihre Korrektheit von Kopf bis Fuß konnte die aus einer Ramos stammende Beach-Tochter Sabrina von Kendeler ihren Klassensieg vom Vorjahr wiederholen und verwies die auffällig große und typstarke rotbunte Ladd P-Tochter Linial von der Timmering-Brandl KG auf den 1 b-Platz vor der weißen und schon bei der EuroTier präsentierten nach wie vor mit einem top Euter herausragenden Boom-Tochter Maidorf von Geers. In der letzten Klasse dieser Kategorie traten einige junge Drittkalbskühe gegeneinander an, wobei die hellbunte Mascalese-Tochter Dorina von Dammeier nicht nur durch ihre Körperausmaße in punkto Länge und Größe herausragte, sondern zugleich durch ihre Harmonie, Korrektheit und Qualität im Euter überzeugen konnte und damit klar die Klasse anführte. Deutlich knapper war die Entscheidung um den 1b-Platz, wo im letzten Moment die harmonische bekannte rotbunte KNS Ladd P MoulinRouge der schwarzen Mad Max Madonna den Vortritt lassen musste, da diese das noch etwas höhere und breitere Hintereuter aufwies. Bei der Siegerauswahl hatte dieses Duo aus Mascalese Dorina und Mad Max Madonna auch die Nase vorn, so dass die ebenfalls durch ihr Hintereuter imponierende GKC Matrix Marokko sich mit einer ehrenvollen Erwähnung begnügen musste.

Beeindruckende Ramos-Töchter bei alten Kühen
Zum Auftakt bei den älteren Kuhklassen konnte Florian Gr. Honebrink mit der von ihm präsentierten sehr starken, fehlerfreien Dude-Tochter Utopia eindrucksvoll belegen, dass er nicht nur im Genomic-Segment zurzeit einer der erfolgreichsten OHG-Züchter ist, sondern auch im Schau-Segment vorne mitmischen kann. Aufgrund ihrer Korrektheit und Beckenstruktur verwies sie die sehr euterstarke Goldino-Tochter Rose von Bielefeld auf den 1 b-Platz. In der Folgeklasse siegte die schwarze, seidige von Kolckhorst-Kahle vorgestellt HHR Jeeson Wildrose, die durch ihre gute Bewegung und herausragendes Hintereuter überzeugte vor der beeindruckenden Typkuh Sid Fenna von Kettmann. In der Klasse der Viertkalbskühe musste die frühere Siegerkuh WKM Elvan Greta von Bielefeld letztlich der in Milchtyp, Körper und vor allem in der Festigkeit des Euters überragenden Steady-Tochter AMA Chantre von Asmuß den Klassensieg überlassen.  In der abschließenden Königsklasse der älteren Kühe mit 5 bis 9 Abkalbungen ergriff Lambert Weinberg bereits vor der Aufstellung der Kühe das Mikrofon und machte deutlich, dass die mit Abstand älteste Kuh, die bekannte Ramos Honduras von Annen mit über 108.000 kg Lebensleistung für ihn in dieser Verfassung und Frische so herausragend ist, das sich jeder im Publikum diese Kuh nochmals in der Bewegung anschauen sollte. Auf dem 1 b-Platz folgte die 4 Jahre jüngere euterstarke Ramos Hortensie, ebenfalls von Annen. Dieses Duo an zwei herausragenden Ramos-Töchtern vom Züchter dieses über ein Jahrzehnt herausragenden Bullen war schon für sich allein genommen den Besuch der diesjährigen Veranstaltung wert. Bei der abschließenden Siegerauswahl der alten Kühe entschied sich Lambert Weinberg aufgrund der Euterfestigkeit, Frische und Ausstrahlung für AMA Chantre von Asmuß vor der in allen Bereichen äußerst korrekten Dude Utopia von Gr. Honebrink als Reservesiegerin.

Enorm einheitliche Nachzuchten auf höchstem Qualitätsniveau
Nach der Mittagspause präsentierte die OHG 2 jeweils aus 10 Töchtern bestehenden Nachzuchtgruppen der Bullen Movie (1. La.) und Boss (2. La.). Nicht nur durch die Anzahl der Töchter, sondern vor allem durch die Einheitlichkeit zeigten beide Nachzuchtgruppen deutlich die Vererbungsprofile ihrer jeweiligen Väter.

Movie – der Exterieurspezialist unter den Moguls
Mogul ist zurzeit wohl international der bedeutendste Bullenvater und seine Stärken in punkto Funktonalität und Leistung sind allseits bekannt. Die meisten Mogul-Söhne sind aber eher etwas knapp in der Körperbewertung und gerade in diesem Punkt ist sicher Movie ein außergewöhnlicher Mogul-Sohn, da er sowohl viel Körper als auch eine herausragende leicht abfallende Beckenstruktur vererbt. Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass dieser Bulle zugleich sehr gut für Rinderbesamungen geeignet ist. Glanzpunkte seiner Nachzucht waren zweifellos die extrem fest und gut angesetzten Euter. Bei den als Klassenbesten ausgewählten Movie-Töchtern Highlight von Kendeler und Fiona von Biermann zeigten auch die Kontrollen mit 35 kg und 37 kg Milch und guten Inhaltsstoffen, dass Movie als Exterieurkracher auch durchaus leistungsfähige Tiere hinterlassen hat.

Boss – der neue Ramos?
Nach der bereits beeindruckenden Präsentation der Nachzucht von Boss im Vorjahr wurde nun nochmals eine Gruppe von Töchtern in der 2. Laktation dieses Bullen präsentiert. Neben seinen bekannten Stärken gerade in punkto Fundament und Hintereuter konnte man bei den Boss-Töchtern in der 2. Laktation aber auch klar und deutlich erkennen, warum er aktuell in der Dezember-Zuchtwertschätzung nochmals um 5 RZG-Punkte im Gesamtzuchtwert angestiegen ist. Die Boss-Töchter haben nicht nur eine ausgezeichnete Persistenz und gute Körperkondition, sondern sind vor allem in der Lage, sich hervorragend weiter zu entwickeln und in späteren Laktationen ihre Leistung noch deutlich zu steigern. Zudem zeigen aber auch alle Daten zu den Fitnessmerkmalen und aus dem Gesundheitsmonitoring, dass Boss in allen Gesundheitsmerkmalen ein außergewöhnlich guter fehlerfreier Vererber ist und damit vielleicht am ehesten in die Fußstapfen von Ramos bei der OHG treten kann.

Erstmals Wahl der Top Genomic-Kuh
Als Neuerung im diesjährigen Programm hatte die OHG einen Publikumswettbewerb ausgeschrieben, bei dem von allen Schaukühen, die auch genomisch untersucht sind, das Publikum nach eigenen Kriterien seine Favoritin wählen konnte. Für die Schaubesucher war hier offensichtlich doch primär das Exterieur der Kühe selbst entscheidend und nicht unbedingt die Höhe der genomischen Werte. Sieger in diesem Wettbewerb wurde der Zuchtbetrieb Bielefeld mit der Beemer-Tochter MBL Bunte und erhielt dafür nicht nur den entsprechenden Pokal, sondern auch den Ehrenpreis in Form einer Gratis-Spülung. Die zweitmeisten Stimmen erhielt die bei der letzten DHV-Schau erfolgreichste OHG-Teilnehmerin, die Beau-Tochter Barcelona von Thomas Nölker in Pye und seine Schwester war die erfolgreiche Gewinnerin von 10 Portionen Sperma ihrer Wahl aus dem OHG-Angebot.

Top Genetik Auktion mit überragendem Ergebnis
Die Bandbreite der diesjährigen Top Genetik Auktion von abgekalbten Topfärsen bis hin zu herausragenden Typrindern und genomischen Spitzenprodukten hatte im Vorfeld überregional sehr viel Beachtung gefunden. Somit war es sicher bereits sensationell, dass die Gesamtsumme an Embryo-Verträgen diesmal deutlich über der 200.000 €-Grenze lag. Gleichwohl bedeutete dies noch keinerlei Garantie, dass dann auch tatsächlich die Interessenten jeweils ihre Kaufabsichten in die Tat umsetzten. Beim Auftakt mit den Abgekalbten setzte sogleich die erste Färse, eine Touchdown aus der Cinderella- bzw. Roxy-Familie, mit ihrer Top-Einstufung und ihrem beindruckenden eigenen Exterieur Akzente und letztlich war mit 4.000 € der erfolgreiche Bieter ein bekannter Zuchtbetrieb aus Sachsen. Vermutlich wird man diese Färse demnächst auf der einen oder anderen Schau wiedersehen. Die leistungsstärkste Färse mit hervorragendem Typ war die jüngste der Kollektion, die Commander-Tochter RR Candycrush aus der Juror Faith-Familie, die von Uwe Reinermann angeboten wurde und für 4.600 € in die Niederlande ging. Bei den aus herausragenden Typfamilien stammenden Exterieurrindern lag das Preisniveau überwiegend einheitlich zwischen 2.200 bis 3.200 €, aber die mit einem g PTAT von 3.92 ausgestattete Jacoby-Tochter aus Atwood Corona von Hans-Jörg Specker zur Lage ragte hier schon heraus und war einem OHG-Züchter schließlich 7.000 € wert. Nachdem in den letzten 2 Jahren der Genomic-Markt schon fast wieder übersättigt zu sein schien und ins Stocken geraten war, zeigte das OHG-Angebot, dass für absolute Spitzenprodukte ohne Fehler im Profil und zugleich aus hochinteressanten Kuhfamilien sehr wohl ein großes Interesse besteht. Glücklicherweise hatten diesmal auch viele der OHG-Züchter einen ausreichend langen Atem, um sich einige dieser Produkte weiter für das OHG-Gebiet und damit das OHG-Zuchtprogramm zu sichern. Natürlich war das Interesse aus anderen Regionen Deutschlands und aus dem Ausland sehr groß. Vom Alter her war definitiv die Katalognummer 9, ihrerseits die ranghöchste Finder-Tochter überhaupt und auf der Mutterseite die zurzeit äußerst erfolgreiche Mabelle-Kuhfamilie ein erstes Highlight, die nicht ganz unerwartet auch sogleich einen absoluten Top-Preis von 18.000 € erzielte. Dass allerdings auch weitere 5 Katalognummern die 10.000 €-Schwelle überschreiten würden, war im Vorfeld nicht zu erwarten. Zu dieser absoluten Top-Gruppe gehörte als nächstes die von Udo Marquard angebotene hornlose 158er Adagio-P, aus der auf der Schau präsentierten MUH Commander Chanel VG-86, die sich nach langem Bieterduell ein bekannter Stammkunde aus Bayern sicherte. Ein erstes Rotbunt-Highlight setzte die von Reinermann angebotene 1. Wahl aus der genomisch nach wie vor sehr hoch rangierenden RR Apoll Australia, die sich ein OHG-Züchter für 11.000 € sicherte und sich für die Mission P-Tochter Abrakaboom entschied. Die von Weber & Weber angebotene mit Rotfaktor ausgestattete Styx-Red aus der Boss-Kuhfamilie fand sehr viel Interesse und ging letztlich für 10.500 € in die Niederlande; ihre Mutter, Royal Silver, hatte übrigens der Betrieb Weber selbst vor 2 Jahren bei der Top-Genetik-Auktion ersteigert. Zum absoluten Highlight entwickelte sich die bislang wohl kompletteste jemals angebotene homozygot hornlose KNS Sinai. Das enorme Potenzial dieses Tieres wollte sich ein ambitionierter junger OHG-Züchter nicht entgehen lassen und hielt damit auch der starken Gegenwehr großer Zuchtorganisationen stand und sicherte sich dieses wertvolle Zuchtprodukt schließlich für 27.500 €. Das zweitjüngste und zugleich im Exterieur höchste Kalb der Auktion, eine 158er Gymnast mit 149 RZE von Uhlmann-Escher war das letzte große Highlight mit 12.200 € und wird nun in einem niederländisch-deutschen Zuchtunternehmen von sich reden machen. Der Gesamtdurchschnitt der Auktion lag mit 6.896 € deutlich über den Ergebnissen der Vorjahre. Zugleich war die Verkaufsquote sehr zufriedenstellend; lediglich ein Tier mit besonderen Typ-Pedigree konnten nicht ganz die Erwartungen des Verkäufers erfüllen.

Vielleicht lag der Erfolg ja auch an dem überzeugenden Motto des Auktionsteams mit Pedigree-Leser Lukas Harms und Auktionator Jürgen Wiesehahn: „Die Zucht geht vorwärts und nie zurück mit Top-Genetik aus Osnabrück!“

Quelle: OHG

Uwe Scheper

(cattle)

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