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Die Weidesaison geht zu Ende

Es heißt Abschied nehmen für die Kühe in Niedersachsen. Die Weidesaison geht zu Ende, und mit dem Ende der Vegetationsperiode auf dem Grünland werden sie wieder in den Stall gebracht. Das bedeutet nicht, dass sie bis zum Frühjahr nicht mehr raus dürfen, denn viele Milchviehbetriebe bieten den Tieren Bewegungsflächen im Freien an. Aber das Grünland, das auch zur Fütterung genutzt wird, muss jetzt geschont werden. Da das Gras jetzt ohnehin kaum noch wächst, würden die Tiere auf den Weiden kein ausreichendes Futter mehr finden. Bei Nässe würden die Kühe außerdem die Grasnarbe zertreten.

Vor dem Abschied in die Vegetationsruhe und die Weidepause stehen auf den Weiden Pflegemaßnahmen an. So kann das Gras im Frühjahr gesund und schnell nachwachsen. Um Frost- oder Trockenschäden und Fäulnis zu vermeiden, werden die Weiden jetzt gemäht und auf fünf bis acht Zentimeter gekürzt. Konkurrenz- oder Giftpflanzen werden so zurückgedrängt und die Futterqualität und Nährstoffzusammensetzung im kommenden Jahr verbessert. Der September eignet sich besonders gut für die teilweise oder komplette Nachsaat. Flächen, die für die Winterfütterung abgeerntet aber nicht beweidet werden, erhalten durch die Düngung jetzt die entsprechende Widerstandskraft gegen Frostschäden und Auswinterung. Flächen mit aufgewühlter Erde durch Maulwürfe oder Wildschweine werden abgeschleppt, die aufgewühlten Stellen werden eingeebnet. Andernfalls verunreinigt die Erde das Winterfutter. Auf dem Grünland gilt wie auf dem Acker, dass nasse Flächen nicht befahren werden sollten. Fahrspuren schädigen die Grasnarbe und die Bodenstruktur.

Die 690.000 Hektar Grünland in Niedersachsen sind die wichtigste Futtergrundlage für die 800.000 Milchkühe und alle weiteren Rinder, Schafe, Ziegen und Damtiere. Deutschlandweit werden 4,7 Mio. Hektar landwirtschaftliche Fläche als Grünland zur Beweidung oder Futtergewinnung genutzt. Den höchsten Grünlandanteil in Niedersachsen haben Ostfriesland und das sogenannte Grüne Dreieck zwischen Elbe und Weser mit rund 87 Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Quelle: LPD

Uwe Scheper

(cattle)

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