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OHG: Top-Schau in Schwagstorf!

Tierschau mit Bauernmarkt und Gewerbe-Ausstellung auf dem Hof Seeger ein Riesenerfolg (Info für Eilige ... unten folgt der lange Bericht)

Am Sonntag, dem 3. September 2017, führten die Arbeitsgemeinschaft der Rindviehzuchtvereine, die Kreislandfrauen Wittlage, der Ortslandvolkverband Ostercappeln-Venne und die Landjugend Venne gemeinsam auf dem Hof Seeger in Schwagstorf ihre diesjährige Tierschau mit Bauernmarkt, Gewerbeschau und vielen Attraktionen sowie Einblick in den landwirtschaftlichen Betrieb Seeger durch.  Weit mehr als 10.000 Besucher waren von der Vielfalt des gebotenen Programmes begeistert. Neben den Ausstellungsständen fanden auch immer wieder Sondervorführungen im großen Richtring und auf der Hofstelle statt.

An der diesjährigen Tierschau für die Rinder nahmen 126 Kühe aus 33 Betrieben teil und parallel fanden das Richten der Schafe sowie ein Jungzüchtervorführwettbewerb mit 56 Teilnehmern statt. Beim prestigeträchtigen Wettbewerb der Betriebssammlungen (3 Kühe eines Betriebes) konnte sich am Ende die Sammlung der Familie Kolckhorst-Kahle aus Haltern knapp vor der Züchtersammlung von Jürgen Ballmann aus Vennermoor durchsetzen. Diese beiden Betriebe stellten nachfolgend auch bei den älteren und mittleren Altersklassen der Kühe jeweils die Siegertiere. Die alte Siegerkuh, KKH Brilliand, von Kolckhorst-Kahle war vor 3 Jahren ebenfalls bei der Tierschau erfolgreich – damals noch als Siegerin jung. Den Reservesiegerpreis konnte die 9jährige Jose-Tochter Goldstern von Zarth in Wimmer für sich verbuchen, die trotz ihrer bereits hohen Lebensleistung weiterhin enorm viel Frische und Jugendlichkeit zeigte. In den mittleren Kuhklassen hatte die drittkalbige Bradnick-Tochter BAL Evelina von Ballmann aufgrund von etwas mehr Stärke in der Vorhand und ihrer tadellosen Bewegung die Nase vorn vor der bereits von anderen Schauen bekannten Chiara von Kolckhorst-Kahle.  Bei den jungen Kühen setzte sich am Ende die Joyride-Tochter Sunset von Schulze-Placke aus Vennermoor aufgrund ihres etwas mehr an Stil und Frische durch gegenüber der im Januar noch als Siegerfärse bei den Schwarzbunt-Tagen erfolgreichen KKH Defender Madlen von Kolckhorst-Kahle.

Sehr viel Beachtung fand auch der Jungzüchterwettbewerb, wo lt. Aussage des Preisrichters Lennert Landwehr in vielen Richtklassen von den teilnehmenden Mädchen und Jungen teils schon Bundesschauniveau präsentiert wurde. Die Siegerpreise gingen am Ende alle an junge Damen, und zwar Madita Wißmann aus Suttorf bei den bis 10Jährigen, Maira Beyer aus Seeste in der Kategorie der bis 15Jährigen und Ulrike Schulze-Placke bei den älteren Teilnehmern.

---- und hier folgt die ausführliche Information ---


Hof Seeger in Schwagstorf – der ideale Standort für die Tierschau 2017

Das Gebiet der von der Osnabrücker Herdbuch eG betreuten Rindviehzuchtvereine ist seit einigen Jahren in drei Tierschaubezirke aufgeteilt und in diesem Jahr stand die Tierschau rund um das Moorgebiet (Venner- und Campemoor) an. Jedoch fand sie nicht auf dem traditionellen Gelände bei der Gaststätte Beinker statt, sondern der Hof Seeger in Schwagstorf hatte die Rindviehzüchter und andere Tiersparten ebenso wie Bauernmarkt-Aussteller und Gewerbeschauinteressenten eingeladen, in Verbindung mit einem Tag des offenen Hofes, Landwirtschaft zum Anfassen zu präsentieren. Bei idealen äußeren Bedingungen und einem hervorragend präparierten Gelände fand die Veranstaltung am Sonntag, dem 3. September, enormen Zustrom und war damit sicherlich seit Jahrzehnten die am besten und am stärksten besuchte Veranstaltung in dieser Region mit weit über 10.000 Besuchern. Die Vielfalt des Programmes und die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen (Rindviehzuchtvereine, Landvolk, Landfrauen, Landjugend und vor allem die Familie Seeger) sorgten dafür, dass sich die Besucher rundum gut informiert und unterhalten fühlten. Selbst ein unerwarteter Regenschauer gegen 14:30 Uhr tat der Veranstaltung und dem Besucherzustrom keinen großen Abbruch und nach 10 Minuten lief alles in geordneten Bahnen weiter.

Sehr gute Beteiligung bei Tierschau und starker Wettbewerb bei Züchtersammlungen

Zu Beginn der Tierschau werden traditionell Züchterfamilien vorgestellt, wobei sich die sehr euterstarken Kühe der Nölker’schen Chelsea-Familie klar durchsetzen konnten gegen die rotbunten Kühe der Halla-Familie von Winter in Welplage. Danach stand in 5 Betriebsgrößenklassen das Richten der Züchtersammlungen an, bei dem alle Beschicker mit mehr als 3 Kühen aus einem Bestand teilnehmen konnten. Immerhin gut die Hälfte und damit 17 Beschicker stellten sich diesem interessanten Wettstreit, wo es nicht nur um die Qualität der Einzelkühe geht, sondern vor allem um die Einheitlichkeit der Kollektion. Zumeist kann man bei den Züchtersammlungen schon erkennen, wer wohl auch im weiteren Verlaufe der Einzelrichtentscheidungen vorne mitmischen kann. Für die Siegerauswahl qualifizierten sich die Sammlungen der Betriebe Kolckhorst-Kahle aus Haltern, Redecker aus Schwagstorf, Schulze-Placke aus Vennermoor, Ballmann aus Vennermoor und Gr. Klussmann aus Campemoor, der als einziger mit 3 Färsen (von den OHG-Bullen Matrix, Davos und Best) angetreten war. Aufgrund ihrer Homogenität und Qualität der Einzelkühe konnten die 3 Zweitkalbskühe von Kolckhorst-Kahle bestehend aus der Earnhardt-Tochter Chiara, der Galaxy-Tochter My-Live und der Boss-Tochter Annalena, den Siegertitel erringen vor drei starken Zweitkalbskühen aus dem Betrieb Ballmann. Eine ehrenvolle Erwähnung verdienten sich die gerade in punkto Euterqualität ebenfalls herausstechenden Redecker’schen Kühe.

Vier 100.000-Liter-Kühe zum Auftakt

Bei den alten Kuhklassen wurde den Zuschauern in der ersten Richtklasse ein ganz besonderer Leckerbissen präsentiert mit 4 herausragenden Dauerleistungskühen, die alle bereits mindestens 12 Jahre alt waren und die 100.000 kg Lebensleistungsmarke überschritten hatten. Die in punkto Lebensleistung am höchsten liegende KKH Karmelinda (> 125.000 kg) zeigte gleichzeitig auch die größte Frische und konnte sich so als Klassensiegerin durchsetzen. Auch in der Folgeklasse waren mehrere bereits sehr hohe Lebensleistungskühe vertreten und in punkto Frische, Korrektheit und Jugendlichkeit stach hier ganz besonders die auch von früheren Schauen her bekannte Jose-Tochter Goldstern von Zarth in Wimmer als Sechstkalbskuh heraus. In der 3. Richtklasse setzte sich schließlich die vor drei Jahren bei der gleichen Veranstaltung als junge Kuh erfolgreiche Beacon-Tochter KKH Brilliand durch und beeindruckte die Preisrichter durch ihr gutes Komplettpaket von Körper und Typ sowie Korrektheit im Fundament und fest ansitzendem Euter. Aus den drei nachfolgenden Richtklassen konnte am ehesten noch die bei der DHV-Schau als beste Osnabrücker Kuh auffällige Beau-Tochter Barcelona von Nölker an die Qualität der zuvor genannten heranreichen, aber letztlich fehlte ihr, die bereits im nächsten Monat zum 4. Kalb trocken gestellt werden muss, an diesem Tag die Frische, um das herausstechende Duo von KKH Brilliand als Siegerin und Jose Goldstern als Reservesiegerin zu gefährden.

Enge Entscheidungen bei den Mittleren Kuhklassen

Bei den mittleren Kuhklassen war die Anzahl aufgetriebener Kühe mit 55, die sich in 8 Richtklassen untereinander maßen, am stärksten. Hier sah man viele der bereits vorher bei den besten Sammlungen präsentierten Kühe auf vordersten Plätzen wieder. Die Reihe der 16 1a- und 1b-Kühe stellte dann aber die Preisrichterteams Hajo Leyschulte und Anna Gr.Börding sowie Andreas Lohmöller und Carina Nölker vor eine schwierige Aufgabe, denn letztlich waren es jeweils nur kleine Nuancen, die hier den Unterschied machten. Andreas Lohmöller kommentierte diese Entscheidung und sprach sich aufgrund ihrer Korrektheit, tadellosen Bewegung und Stärke in der Vorhand für die Ballmann’sche Bradnick Evelina aus, die zudem gegenüber den weiteren 3 Kühen in der Endlinie als einzige bereits 3 Kalbungen aufzuweisen hatte. Ihr folgte die bereits von den Schwarzbunt-Tagen her bekannte euterstarke Earnhardt Chiara von Kolckhorst-Kahle als Reservesiegerin. Die weiße stilvolle Robson-Tochter Emarobson von Gr. Klussmann sowie BAL Lotta (Dempsey x Ramos) gingen damit bei dieser Siegerentscheidung leer aus.

5 starke Färsenklassen zum Abschluss

Die zu dieser Tierschau gemeldeten Färsen waren in 5 Richtklassen aufgeteilt, wobei letztlich in jeder Richtklasse 8 oder mehr Färsen zu richten waren. Auch hier waren die Richtentscheidungen sowohl innerhalb der Klassen als auch am Ende bei der Siegerauswahl sehr knapp und eng. Durchweg zeigten zudem nahezu alle Färsen gute Stärke und genügend Körpersubstanz. Dies galt nicht nur für die ältesten Färsen, bei denen sich die Schwarzbunt-Tage-Siegerin KKH Defender Madlen knapp vor der rotbunten Ladd P-Tochter Halligalli von Ballmann durchsetzen konnte. Dieses gut zueinander passende Duo konnte sich auch für die Endlinie qualifizieren. Ihre stärkste Konkurrentin war dort die aus einer ebenfalls enorm starken Richtklasse hervorgegangene Joyride-Tochter Sunset von Schulze-Placke, die dann schließlich aufgrund von noch etwas mehr Stil und Feinheit den Siegertitel davontragen konnte vor Defender Madlen von Kolckhorst-Kahle. Bei den weiteren Klassensiegern unter den Färsen waren u.a. eine von Redecker präsentierte Shotglas-Tochter aus der berühmten Larcrest-Kuhfamilie aus den USA, eine als Trägertier von Thomas Nölker übernommene Leonardo PP und schließlich die Topfärse von der Juli-Auktion (Kingpin Martha) von Rückin in Schwagstorf (Verkäufer: Nesslage). Dies zeigt auch eindrucksvoll die Bandbreite der züchterischen Möglichkeiten eines Betriebes.

Jungzüchter-Wettbewerb mit herausragenden Leistungen

Um 12.15 Uhr startete der Jungzüchtervorführwettbewerb im Ring 3. Der diesjährige Preisrichter Lennert Landwehr aus Steinhagen hat selbst mehrmals erfolgreich an großen Jungzüchtervorführwettbewerben teilgenommen und konnte somit seine Platzierungen verständlich kommentieren und den Teilnehmern einige Tipps zur Verbesserung ihrer Vorführleistung geben.

Die ersten und jüngsten Starter waren die 6- bis 9-Jährigen, die bereits Leistungen für überregionale Wettbewerbe zeigten. Für die Siegerauswahl Jung qualifizierten sich Maximilian Kühn, Laura Kolckhorst-Kahle, Henrika Brunsmann, Benno Hartlage, Madita Wißmann, Maira Rückin, Lenja Rückin und Friedrich Bielefeld. Den Titel Sieger Jung holte sich Madita Wißmann aus Suttorf mit ihrem schicken roten Ju Red-Kalb FWS Beauty-Star vor Maximilian Kühn aus Hagen.

Daraufhin folgten die mittleren Klassen mit den 10 bis 15 Jahre alten Teilnehmern. Aus den vier Klassen schafften es Maira Beyer, Mila Bruning, Theo Ballmann, Niklas Reinermann, Vanessa Berling, Steffen Loxtermann, Klara Ballmann und Lena Berling in die Endauswahl. Letztendlich konnte Maira Beyer mit ihrem Louis-Kalb Diva de Luna den Preisrichter von sich überzeugen. Den Reservesieg sicherte sich Klara Ballmann aus dem Vennermoor.

Bei den Ältesten stieg das Nivau immer weiter an und bei der Siegerauswahl machten die kleinsten Nuancen den Unterschied aus. Um den Sieg kämpften hierbei Oliver Krüger, Katharina Berling, Sophie Altevogt, Theresa Bekehermes, Ulrike Schulze und Nils Kolckhorst-Kahle. Trotz Tiertausch und weiterer Aufgaben fiel Lennert Landwehr die Entscheidung schwer. Den Titel gewonnen hat Ulrike Schulze aus dem Vennermoor vor Sophie Altevogt aus Hagen.

Die besten Typtiere waren bei den jungen Klassen die Kaluscho-Tochter von Laura Kolckhorst-Kahle, eine Barolo von Benno Hartlage, eine rote Ju Red von Madita Wißmann sowie eine Missouri von Lenja Rückin. Von der mittleren Altersgruppe schaffte es eine rote Deko-Red P von Johannes Luft, eine Mayflower von Niklas Reinermann, eine Lector von Mikka Wißmann und eine County von Klara Ballmann in die Endrunde. Von den ältesten Jungzüchtern kamen folgende Rinder in die Endauswahl zum besten Typtier – eine Madison von Katharina Berling, eine Garant von Sophie Altevogt und eine Byway von Jasmin Redecker. Die Entscheidung zum besten Typtier fiel auf die feminine Byway aus einer VG-86 Gold Chip von Jasmin Redecker.

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei allen Jungzüchtern und deren Eltern für die viele Arbeit und das große Engagement bei der Vorbereitung zu diesem Jungzüchterwettbewerb bedanken. Wir wünschen allen Teilnehmern für die Zukunft alles Gute und hoffen euch im nächsten Jahr alle wieder begrüßen zu dürfen.

 

Quelle: OHG

Uwe Scheper

(cattle)

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