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RSH: Bieter boten nach Qualität

T e n d e n z :
Auf der Dezember-Auktion verlief der Markt in den Rassenabteilungen fast gleich. Alle weiblichen Tiere konnten verkauft werden und die Preise zogen gegenüber der Vorauktion leicht an. Hier spielt der verbesserte Milchpreis sicherlich eine entscheidende Rolle für den Marktverlauf. Bei den schwarzbunten Bullen konnten fast alle Tiere abgesetzt werden, die angebotenen rotbunten Bullen trafen nur auf eine verhaltene Nachfrage. Insgesamt ist festzuhalten, dass gut entwickelte Tiere mit entsprechendem Leistungspapier ohne Probleme vermarktet werden und die Käufer bereit sind, gutes Geld anzulegen.

Käufer boten sehr qualitätsorientiert

Insgesamt traf das Angebot der Dezember-Auktion in den Holstenhallen Neumünster auf eine rege Nachfrage. Gut herausgebrachte Färsen und Bullen konnten gut abgesetzt werden und die Preise konnten gegenüber der Vorauktion leicht anziehen. Angebotene Tiere mit schlechter Entwicklung oder Mängeln im Exterieur konnten nur mit erheblichen Preisnachlässen abgesetzt werden. Hier sollten die Beschicker im Vorwege stärker selektieren.

Das Angebot bei den weiblichen Tieren wurde durch eine Kreiskollektion der Kreisvereine der Schwarz- und Rotbuntzüchter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde aufgewertet. Das kleine aber feine Kontingent bestand aus schwarzbunten, rotbunten und Angler Färsen und diese erzielten im Schnitt 1.535,- Euro. Sie lagen damit erheblich über den Auktionsschnitt aller angebotenen Färsen. Die teuersten Tiere der beiden Abteilungen Rotbunt und Angler waren Tiere dieser Kreiskollektion. Sicherlich ein schöner Erfolg für die Kreisvereine.
In der Schwarzbuntabteilung konnten alle Färsen abgesetzt werden, und das bei zu einem Durchschnittspreis von 1.360,- Euro. Die Preisspanne von 800 bis 1.700,- Euro verdeutlicht aber, wie groß der Unterschied bei den angebotenen Tieren war. Teuerste Färse war die Katalog-Nr. 56, „Sabrina“ von Bernd Ellerbrock aus Westerau. Diese sehr großrahmige und schliffige „Esperado P“-Tochter konnte auch mit einem festen Euter überzeugen. Schließlich fiel der Auktionshammer bei 1.700,- Euro.

Die gekörten schwarzbunten Bullen konnten fast alle abgesetzt werden, im Überstand blieben Bullen, bei denen die Preisvorstellungen der Verkäufer nicht realisiert werden konnten. Zu Auktionsbeginn wurde bei den Bullen relativ verhalten geboten, das Preisniveau zog aber kontinuierlich an.

Sehr erfolgreich war die Zuchtstätte Kaack KG aus Wesenberg-Ratzbek. Sie stellte die drei Preissieger, diese erzielten alle Preise von 2.000,- Euro und mehr. Alle drei Bullen stammten aus Embryotransfer und konnten mit hohen genomischen Zuchtwerten glänzen. Teuerster Bulle war Katalog-Nr. 43 „Tabbart“. Der aus dem Embyronenimportprogramm der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG stammende „Yoder“-Sohn war gut entwickelt und in allen Körperpartien sehr korrekt. Der Vollbruder, Katalog-Nr. 44 „Taavet“ erlöste 2.000,- Euro.
Das Angebot der Kälber konnte ebenfalls vollständig abgesetzt werden. Im Durchschnitt erzielten die aufgetrieben Kälber 268,- Euro, und es gab aber eine eindeutige Preisspitze. Katalog-Nr. 114 „Ufo“, eine extrem schicke und sehr weiße „Camera“-Tochter begeisterte mehrere Bieter am Ring und so fiel der Hammer nach einem langen Bieterduell erst bei 600,- Euro. Verkäufer dieses sehr hoffnungsvollen Kalbes war Oliver Störtenbecker aus Bad Oldesloe.

In der Rotbuntabteilung war das Angebot der rotbunten Bullen für die Nachfrage leider zu groß. Es blieben Bullen im Überstand und die verkauften Bullen erlösten im Durchschnitt 1.560,- Euro. Teuerster Bulle war die Katalog-Nr. 9, „Tarotti“. Der in Klasse II gekörte „Effort“-Sohn überzeugte mit viel Rahmen, einem hervorragenden Seitenbild und hohen Milchinhaltsstoffen der Mutter. Der Züchter Lars Frohbös aus Hoffnungsthal erzielte hier verdientermaßen 1.900,- Euro.

Alle angebotenen Rotbuntfärsen fanden einen neuen Besitzer und dies zu einem Durchschnittspreis von 1.307,- Euro. Den Tageshöchstpreis von 1.550,- Euro erlöste Walter Georg Fechter aus Hamdorf für die Katalog-Nr. 66, „Sylt“. Die „Ruleto“-Tochter überzeugte im Ring mit viel Substanz und hoher Einsatzleistung. „Sylt“ war Mitglied der Kreiskollektion aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Die Angler Färsen erzielten im Durchschnitt 1.410,- Euro. Eindeutige Preissiegerin war die Katalog-Nr. 64, „Rubin“, von Claus-Heinrich Jacobsen aus Holtsee. Diese tragende Färse konnte mit viel Schliff und Ausstrahlung im Ring überzeugen. Rubin war ebenfalls Mitglied der Kreiskollektion aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde.

 

Quelle: RSH e.G.

Uwe Scheper

(cattle)

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