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Bücher & Co.

Buch "Pflanzenkrankheiten, die die Welt bewegten"

Interessant für jeden Pflanzenbauer und eine notwendige Grundlage für jede Diskussion um den Bereich Pflanzenschutz!

Auf das Buch „Pflanzenkrankheiten, die die Welt bewegten“ war ich besonders gespannt. Autor Thomas Miedaner hatte vor Jahren bereits ein Buch veröffentlicht, in dem die zahlreichen Facetten der pflanzlichen Vermehrung vorgestellt wurden. Nun gut, dort hatte der Autor den Spagat zwischen fachlicher Information und einem bisweilen leicht spätpubertären Humor gewagt, was ihm oft auch – schmunzel, schmunzel – glückte.

Das jetzt vorliegende Buch gefällt mir aber wesentlich besser. Es ist sehr sachlich gehalten, dabei aber durchweg interessant. Phasenweise liest es sich wie ein Krimi, wenn über das Auftreten von Krankheiten und die Reaktionen der Menschen berichtet wird. Spannend ist auch der bisweilen gemachte Hinweis, dass sich Forschung und Entwicklung weiterhin tagtäglich mit neuen Krankheiten bzw. weiter entwickelten Erregern usw. beschäftigen müssen, um die Ernten zu sichern.

Dabei geht es – ganz klar – auch um den Pflanzenschutz. Ich denke mal, dass es jeden Landwirt interessieren wird, mit welchen Problemen sich unsere Gesellschaft beschäftigen müsste, wenn auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden würde. Hungersnöte, Revolutionen …, ganz ehrlich, dieses Buch gibt dem wackeren Landmann ein Stück weitere Rückgratstärkung, wenn es um den Dialog mit Menschen geht, die sich allzu kritisch und unreflektiert mit dem Einsatz von Pestiziden beschäftigen.

Keine Sorge, das Buch liest sich nicht wie eine platte Broschüre aus dem Hause eines Herstellers von Pflanzenschutzmitteln. Maxeiner gelingt es, die Folgen von Pflanzenkrankheiten mit der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit in Beziehung zu setzen. Das ist sehr spannend.

Ein gutes Buch, das seine Leser unterhält, informiert … und auch noch etwas klüger macht ;-). Als Paperback „Softcover“ kosten die ca. 270 Seiten 19,90 Euro, als eBook 6,99 Euro.

Uwe Scheper
(cattle)


und das meint der Verlag:

Was Ebola, Cholera und Pest beim Menschen sind, heißt bei Pflanzen Rost, Mutterkorn, Kartoffelfäule – Infektionskrankheiten, die sich nur schwer bekämpfen lassen. Sie produzieren Milliardenschäden, bringen Volkswirtschaften an den Rand des Ruins, vergiften die Ernte und lassen Millionen Menschen hungern. Ausgelöst werden Pflanzenkrankheiten von Pilzen, Bakterien oder Viren, die komplette Wirtschaftszweige umkrempeln, wie den Getreide-, Kartoffel- und Zuckerrübenanbau bei uns, die Zitrusindustrie in den Subtropen und die Bananen-, Kaffee- und Palmenproduktion in den Tropen. Und sie sind nicht nur historisch interessant, sondern bedrohen in immer neuen Varianten heute und aktuell unsere Ernten. So ist es fraglich, ob es in Zukunft noch genügend natürliches Gummi vom Kautschukbaum gibt, ob der Kaffee langfristig bezahlbar bleibt oder die Banane ein beliebtes Obst. Denn auch die Krankheitserreger haben sich längst globalisiert und reisen mit den landwirtschaftlichen Produkten um die Welt.

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