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Mai 22

Milchviehrassen in 2030 ...

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MoinMoin und Hallo!

 

Mittlerweile ist es ja üblich, sich ein Datum in der Zukunft zu suchen und diese dann mit Zielen, Leitbildern oder Visionen gleich welcher Art zu verbinden. CO-frei in 2035, Dieselverbot 2030, Stuttgart 21, Berliner Flughafen 2040 ... blablabla. Ihr stolpert ja selbst bestimmt immer wieder über derartige Dinge. Ich für meinen Teil überlege mir gelegentlich, welche Kühe wir in 11 Jahren (oder später) melken werden.

 

Wohin geht die Reise?

 

"Holsteins werden die Szene auch weiterhin dominieren" höre ich immer wieder. Andererseits ist aber auch klar zu erkennen, dass sich durchaus auch andere Rassen und Kreuzungen ins Gespräch bringen, um ein wenig mehr vom großen Kuchen abzugekommen. Ich denke da an die Jerseys. Diese "frechen Biester" erarbeiten sich Stück für Stück einen Platz in den Laufställen. Auch konservative Milchviehhalter lassen zunächst mal zwei oder drei Kühe dieser Rasse ein und schauen erstmal, was sich so entwickelt. Unterstützung erhält die Rasse z.B. auch durch Forschungsprojekte und Versuchsgüter, in denen Haltungsmethoden an konkret dieser Rasse durchgespielt werden. Wird da ein Schuh draus?

 

Einen Glaubenskrieg kann man leicht entfachen, wenn man über die Chancen der Rasse Fleckvieh spricht. Seitens mancher Holsteinzüchter wird z.B. über die Euter dieser Rasse geflucht. Aus dem Lager der Fleckviehhalter wird dagegen auf die besseren Masteigenschaften dieser Rasse und besserer Preise für die Kälber verwiesen. Letztlich muss es halt passen.

 

"Na, wie stehen meine Chancen für 2030?"

 

Kreuzungsmodelle werden diskutiert. Auch hier zeigen sich gute Erfolge, da werde ich aber noch intensiver schauen. Vielleicht hat ja auch einer von Euch Informationen über das Wohl und Wehe der Strategie, Reinzuchtherden durch Kreuzungsherden zu ersetzen.

 

Und andere Rassen? Braunvieh, Rotbunte DN, die Rückkehr zum Schwarzbunten Niederungsrind? Etwas Französisches? Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten ... mindestens! Oder muss man einfach nur innerhalb der Rasse Holstein nach etwas Passendem suchen?

 

Die Frage hängt ja auch von der weiteren politschen Entwicklung ab. Da wird ja auch noch einiges auf uns zu kommen.

 

Was meint Ihr?

 

Uwe

(cattle)

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    vor 7 Stunden

    MoinMoin! Die Masterrind hat gerade ihre neue "Jungbullengruppe" vorgestellt. Unter der Gruppennummer 73 werden die Bullen BELCANTO: BELLROY: BENWICK: GREGOR: HARDCORE: HEARTBEAT: HURRICANE: JAMES BOND: ROCK ON: STENO RED: vorgestellt. Hier ist der Link zur PDF-Datei, auf der Ihr die Steckbriefe der zehn Kandidaten finden werdet. Weiß einer von Euch, ob die Bullen alle neu sind? Oder ist diese Vorstellung von Bullen letztlich nur ein besonderes Hervorheben von Bullen, die bereits bei der Masterrind "in Diensten" sind? Na, ich werde mal nachhaken. Alles Gute Uwe (cattle)
  • cattle
    Okt. 30

    MoinMoin! Ich habe gerade einen Bericht über holländische Holsteinbullen auf dem Schreibtisch liegen. Das liest sich alles interessant. Nun bin ich ja gelegentlich auf den holländischen Schauen und mag die Kühe oft gern. Sicherlich gibt es aber auch Leute, die die holländischen Kühe für etwas zu "stabil" halten. Andere sagen, dass die Holland-Ladies praktischer sind und länger halten ... mir ist das alles etwas zu unklar. Was sind Eure Erfahrungen und Einschätzungen, was die Holsteinzucht unserer Nachbarn angeht? Sollten wir uns da zumindest eine Scheibe abschneiden oder ... am besten die Finger von dieser Genetik lassen? Wie gesagt, ich blättere ... und suche ja auch nach Bullen für meine kleine Zucht. Uwe grüßt (cattle)
  • cattle
    Okt. 25

    Wow, Ihr wisst ja, dass ich mich bei der Zucht auf die hornlosen Holsteins konzentriere. als ich vor sechs Jahren mit meiner ersten Hornlosen MOOKEM startete, da waren die Pp-Bullen und vor allem die reinerbigen PP-Bullen ja wirklich noch Mangelware. Na, MOOKEM hat ja mittlerweile mit KITANO und KID RED zwei Besamungsbullen als Söhne, die im Zuchtgebiet der Masterrind aktiv sind. Spannend ist für mich, wenn ich lese, dass in Deutschland im vergangenen Jahr bereits 18,1% aller Besamungen bei Holsteinkühen mit Hornlos-Bullen besamt worden sind. Dabei haben die reinerbigen Hornlosbullen für sich einen Anteil von fast 10% an den Besamungen. Mehr und mehr lernen Milchviehhalter zu schätzen, mit hornlosen Kälbern zu arbeiten. Denkt dran: reinerbig hornlose Bullen produzieren zu 100% hornlose Kälber (mischerbig), mischerbige Bullen immerhin noch 50%. Ganz ehrlich ... ich hätte nie gedacht, dass es mit der Verbreitung der Hornlosen so schnell nach vorne geht. Da müssen die hornlosen Bullen ja echte Geldmaschinen sein und von den Organisationen gefragt sein wie irre. Echt, ich bin gespannt, wie sich die Dinge in den kommenden zehn Jahren entwickeln werden! Uwe (cattle)
Eurotie 2020
milkrite InterPuls
Erfolgreich züchten mit All Rind
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Über mich

Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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