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Mai 23

RZGesund

1 Kommentar

MoinMoin!

 

Ich bin ja wirklich gespannt, welche Bedeutung dieser gesundheitsbezogene Zuchtwerte für die deutsche Holsteinzucht haben wird. Es dauert bei Kühen ja immer länger als z.B. bei Hühnern, bevor man Aussagen über den Erfolg dieses Wertes bzw. dieser Werte sagen kann. Schließlich sind die Generationsintervalle ja auch viel länger.

 

Ich habe bereits mit einigen Züchtern gesprochen, die sich aber zumeist noch nicht so sehr mit diesen zusätzlichen Zahlen beschäftigt haben: RZGesund, RZEuterfit, RZKlaue, RZRepro und RZMetabol, das klingt alles interessant und ich habe keinen Grund, nicht zu erwarten, dass eine stärkere Beachtung dieser Zuchtwerte keine positiven Effekte auf den Bereich Krankheiten, Abgänge, Tiergesundheit und letztlich auch das Bankkonto hat.

 

Eurotier 2018 in der Tierhalle - schön war's!

 

Man muss natürlich auch sehen, dass eine stärkere Konzentration auf diesen Aspekt dazu führen dürfte, dass andere Aspekte weniger beachtet werden könnten. Da wurden in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Zuchtmerkmalen definiert, genetisch lokalisiert und schließlich auch ein wenig propagiert. Da denke ich u.a. an die Kasein-Story oder an die Hornlosigkeit. Alles Dinge, die wichtig sein können, wenn sie in den Betrieb und die Vermarktungswege seiner Produkte passen.

 

Von daher sollte ein "Jetzt muss ich mich auch noch darum kümmern" etwas zurückgestellt werden. Für mich sind neue Zuchtmerkmale zusätzliche MÖGLICHKEITEN, um meine Zucht zu verbessern, aber bestimmt keine PFLICHT. Die ergeben sich allenfalls aus den Entwicklungen am Markt - und für den arbeite ich.

 

Von daher bin ich sehr gespannt, wie sich die Dinge entwickeln werden. Was meint Ihr?

 

Hier ist der Link zu weiteren Informationen!

 

Uwe

(cattle)

cattle
Juni 4

MoinMoin!

 

Nochmal fix zur Erinnerung: Der Gesundheitszuchtwert RZGesund setzt sich zusammen aus den Zuchtwerten RZEuterfit (40%), RZKlaue (30%), RZRepro (20%) und RZMetabol (10%).

 

RZEuterfit basiert ausschließlich auf dem Merkmal Mastitis (100%).

 

(Stimmung auf der Eurotier 2018 ... am späteren Abend ;-) )

RZKlaue basiert auf den Merkmalen DDControl (Mortellaro) (30%), Klauengeschwüre (15%), Panaritium (15%), Weiße-Linie-Defekt (15%), Klauenrehe (15%) sowie Limax (10%).

 

RZRepro basiert auf den Merkmalen Sterilität (Zyklusstörungen) (50%), Endometritis/Metritis (25%) sowie Nachgeburtsverhaltung (25%).

 

RZMetabol basiert auf den Merkmalen Linksseitige Labmagenverlagerung (40%), Milchfieber (30%) sowie Ketose (30%).

 

 

Nur mal so für die Detailverliebten ;-).

 

Uwe

(cattle)

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    Nov. 4

    MoinMoin! Ein spannendes Thema wird in der Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift BIOTOPP behandelt. In dieser "Fachzeitschrift für Ökologische Landwirtschaft" wird die Frage aufgeworfen, ob eine Haltung von Nutztieren unter den Prinzipien des Ökologischen Landbaus per se zu mehr Tierwohl führt. Fazit der Forscher - die Namen nenne ich gleich noch -: die Methoden des Ökologischen Landbaus eröffnen die Möglichkeit, im Stall für mehr Tierwohl zu sorgen, sie garantieren es aber nicht. Folglich sollte man nicht den automatischen Schluss ziehen, dass es den Tieren besser geht, wenn man ökologisch produziert. Spannend ist hierbei aber der Hinweis auf eine spezielle Tierwohl-Kontrolle ein, die von manchen Öko-Anbauverbänden (Arbeitsgemeinschaft Tierwohl) durchgeführt wird. Auf diese Weise wird zumindest das Bewusstsein für den Aspekt Tierwohl geschärft. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte selbst mal einen Blick in das Magazin werfen oder aber direkt bei den Autoren der Studie nachfragen. Diese sind Dr. Solveig March, Daniela Haager und Dr. Jan Brinkmann vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau am der Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Email? Ja, und zwar: solveig.march@thuenen.de oder jan.brinkmann@thuenen.de . Uwe grüßt (cattle)
  • cattle
    Okt. 21

    MoinMoin! In vielen Regionen Deutschlands müssen landwirtschaftliche Betriebe ... und vor allem deren Rindviehbestände ... den zweiten trockenen Sommer verdauen. Die Grundfuttervorräte in den Fahrsilos sind teilweise sehr knapp, also stellt sich abermals die Frage: "Wie kommen wir unter diesen Voraussetzungen ohne allzu große Blessuren durch den Winter?". Bei der DLG gibt Jana Denißen Tipps und Ratschläge für betroffene Betriebe. Dabei geht wirft die Referentin für Wiederkäuerfütterung von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Blick auf Punkte wie - Mindestvorräte beachten - Preiswürdigkeit vor Kauf prüfen - Kraftfuttereinsatz erhöhen - Rationen umstellen - Abstocken des Viehbestandes. Sicherlich kann das Problem nicht auf einer oder zwei Din A4-Seiten geklärt werden. Aber immerhin kommt das Thema auch auf diese Weise mal auf den Tisch und man kann auf dieser Basis eine eigene Strategie entwickeln. Manchmal hilft da halt so ein Text, quasi als kleiner Wecker. Hier ist der Text. In diesem Sinne alles Gute Uwe (cattle)
  • cattle
    Okt. 11

    MoinMoin! Gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass der  Rindergesundheitsdienst  Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit mehreren  Landkreisen und  dem Unternehmen Westfleisch  einen  Leitfaden  zum Thema Transportfähigkeit  von Rindern  entwickelt hat. Der Leitfaden zur Transport- und Schlachtfähigkeit von Rindern des Rindergesundheitsdienstes NRW und der Westfleisch soll mit Hilfe eines Ampelsystems das Beurteilen der Tiere vereinfachen. Hier ist der Link! Den Leitfaden gibt es als pdf-Datei. Junge, Junge, wenn man sich die ganzen Angaben anschaut, dann wird einem schon schnell klar, dass man als Tiertransporteur quasi immer mit einem Bein im Gefängnis steht. Aber bloß nicht gleich jammern! Die Informationen sind reichhaltig und für meinen Geschmack gut dargestellt und aufbereitet. Von daher ist das Broschüre nicht nur für Dich da, wenn Du Dein Wissen einfach mal auffrischen willst, sondern auch geeignet, dem tiertransporttechnischen Frischling passende Grundlagen zu vermitteln. Schaut Euch die Datei mal an! Uwe güßt (cattle) Quelle u.a. von der Landwirtschaftskammer NRW
Eurotie 2020
milkrite InterPuls
Erfolgreich züchten mit All Rind
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Über mich

Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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