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"Journalismus mit Stallgeruch", dass ist mein Credo und auch der Inhalt des Onlinemagazins cattle.de. Darüber hinaus übernehme ich journalistische Tätigkeiten rund um die Landwirtschaft sowie die vor- und nachgelagerte Bereiche in Wort und Bild - auch für Sie! Dr. Uwe Scheper

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Die Weidesaison geht zu Ende

Es heißt Abschied nehmen für die Kühe in Niedersachsen. Die Weidesaison geht zu Ende, und mit dem Ende der Vegetationsperiode auf dem Grünland werden sie wieder in den Stall gebracht. Das bedeutet nicht, dass sie bis zum Frühjahr nicht mehr raus dürfen, denn viele Milchviehbetriebe bieten den Tieren Bewegungsflächen im Freien an. Aber das Grünland, das auch zur Fütterung genutzt wird, muss jetzt geschont werden. Da das Gras jetzt ohnehin kaum noch wächst, würden die Tiere auf den Weiden kein ausreichendes Futter mehr finden. Bei Nässe würden die Kühe außerdem die Grasnarbe zertreten.

Vor dem Abschied in die Vegetationsruhe und die Weidepause stehen auf den Weiden Pflegemaßnahmen an. So kann das Gras im Frühjahr gesund und schnell nachwachsen. Um Frost- oder Trockenschäden und Fäulnis zu vermeiden, werden die Weiden jetzt gemäht und auf fünf bis acht Zentimeter gekürzt. Konkurrenz- oder Giftpflanzen werden so zurückgedrängt und die Futterqualität und Nährstoffzusammensetzung im kommenden Jahr verbessert. Der September eignet sich besonders gut für die teilweise oder komplette Nachsaat. Flächen, die für die Winterfütterung abgeerntet aber nicht beweidet werden, erhalten durch die Düngung jetzt die entsprechende Widerstandskraft gegen Frostschäden und Auswinterung. Flächen mit aufgewühlter Erde durch Maulwürfe oder Wildschweine werden abgeschleppt, die aufgewühlten Stellen werden eingeebnet. Andernfalls verunreinigt die Erde das Winterfutter. Auf dem Grünland gilt wie auf dem Acker, dass nasse Flächen nicht befahren werden sollten. Fahrspuren schädigen die Grasnarbe und die Bodenstruktur.

Die 690.000 Hektar Grünland in Niedersachsen sind die wichtigste Futtergrundlage für die 800.000 Milchkühe und alle weiteren Rinder, Schafe, Ziegen und Damtiere. Deutschlandweit werden 4,7 Mio. Hektar landwirtschaftliche Fläche als Grünland zur Beweidung oder Futtergewinnung genutzt. Den höchsten Grünlandanteil in Niedersachsen haben Ostfriesland und das sogenannte Grüne Dreieck zwischen Elbe und Weser mit rund 87 Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Quelle: LPD

Uwe Scheper

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OHG: das Angebot steigt

Aufgrund weiter erfreulich stabiler Milchpreise in ganz Europa, steigen auch die Preise für Zuchttiere auf den Auktionen deutschlandweit an. Die diesjährige Ernte bringt überwiegend gute Grundfuttermengen und Qualitäten und somit Sicherheit mit sich. Passend zu diesen positiven Entwicklungen steigt auch die Anzahl der gemeldeten Tiere für die kommende Auktion.

Nach dem großen Bullenangebot im September, welches zu 100 % für durchschnittlich leicht über 1.500 € je Bulle abgesetzt wurde, sind nun zur Oktober-Auktion 33 Deckbullen angemeldet. Gut die Hälfte dieser Bullen hat auch bereits genomische Zuchtwerte und sie kommen im Mittel auf fast 140 gRZG. Dabei sind erneut einige Bullen mit Top-Werten um 150 im gRZG dabei. Von der Väter-Seite ist erneut der Outcross-Bulle Eclair mit den meisten Söhnen (6) vertreten. Neben genomisch vielversprechenden Jungbullen sind aber auch mehrere Bullen aus tiefen bekannten Osnabrücker Kuhfamilien im Angebot vertreten. Zudem sind diesmal im Angebot 3 Rotbunt-Bullen und auch zwei Hornlos-Bullen sind mit dabei.

Vor den Rindern werden noch 4 interessante Zweitkalbskühe angeboten. Alle haben bereits ansprechende Leistungen erbracht und sind mit 84 bzw. 85 Punkten im Exterieur bewertet.
Die Zahl gemeldeter Rinder steigt weiter, so dass wieder über 300 Tiere im Katalog aufgeführt sind. Hier sollten alle Züchter eine Chance haben ihren Bedarf an melkenden Tieren zu decken. Unter den 330 Rindern sind 15 Rotbunte und auch knapp 100 GVO-frei anerkannte Rinder.

Bei den Abstammungen der Rinder gibt es erstmals seit über einem Jahr einen neuen Spitzenreiter, so stellt der Bulle Sugar 32 Töchter. Er wurde bereits auf der letzten Auktion mit einem Spitzentier erwähnt, was sicher für seine Fähigkeiten spricht. Dahinter finden sich dann die beiden bewährten Bullen Select und Boss mit über 20 Töchtern wieder. Auch die Mogul-Söhne Modena und Movie stellen Töchterzahlen im zweistelligen Bereich, sowie auch auf der letzten Auktion ist der Bulle Famous mit steigender Töchterzahl vertreten. Die Vielzahl der weiteren Abstammungen und die gezielten Anpaarungen der Osnabrücker Züchter lassen wieder eine gute Auswahl erwarten.
Auf der kommenden Auktion werden auch 6 Zuchtkälber angeboten mit sehr interessanten Pedigrees. Unter ihnen zwei bereits genomisch getestete Jungtiere. Sowie zwei Kälber mit Hornlosgenetik im Pedigree.

Quell: OHG

Uwe Scheper

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RSH: Gute Geschäfte in NMS!

Für Eilige!
Auf der September-Auktion verlief der Markt in den Rassenabteilungen gleich. Die Nachfrage nach guten, frischmelkenden Kühen und Färsen konnte nur knapp befriedigt werden.
Bis auf einzelne, nicht marktgerechte Tiere wurden alle Rinder verkauft. Die Zuschlagspreise erreichten das erfreuliche Niveau der Vorauktion.
Die Nachfrage auf dem Bullenmarkt war gut, korrekte Bullen mit guten Leistungspapieren und kompletten Pedigree erreichten sehr gute Erlöse. Während die Schwarzbunten das gute Niveau der Vorauktion erreichten zogen bei den Rotbunten die Zuschlagspreise weiter an.

Details!

Gutes Wetter, gute Auktion in Neumünster

Auf der September-Auktion verlief der Markt recht zügig. Bei herrlichem Spätsommerwetter, dementsprechend nur halbvollen Rängen und guten Färsen, Kühen und gekörten Bullen im Auktionsangebot, nahm die Auktion einen recht erfreulichen Verlauf. Bis auf einzelne nicht marktgerechte Rinder wurden alle angebotenen Färsen zugeschlagen.

Die Verkaufserlöse erreichten das gute Niveau der Vorauktion. In allen Abteilungen Schwarzbunt, Rotbunt und Angler erlösten die Färsen 1.500,-€ im Durchschnitt.

Teuerste Färsen waren Katalognummer (Nr.) 86 „Salbei“ (Schwarzbunt) eine große, korrekte „Lidano P“-Tochter mit viel Substanz und sehr gutem Euter. Züchter: Sönke Behnk, Rethwisch (OD), Zuschlagspreis 1.900,-€. Nr. 92 „Stoffel“ (Rotbunt) eine rahmige, gut entwickelte „Edway“-Tochter mit viel Ausstrahlung und hohen Inhaltstoffen bei Mutter und Großmutter, aus der Zucht von Hans Tietgen in Rickling (SE) wurde für 1.750,-€ zugeschlagen.
Nr. 91, „EG Salzige“ (Angler), eine korrekte und gut präsentierte „Pirello“-Tochter mit sehr gutem Leistungspapier aus der Zucht von Lorenz Engelbrecht in Grundhof (SL/FL) erlöste den Zuschlagspreis von 1.500,-€.

Der Bullenmarkt verlief ebenfalls aufgrund guter Qualität zügig bei ansprechenden Zuschlägen. Die schwarzbunten Bullen erreichten mit 1.576,-€ das Niveau der Vorauktion, bei den Rotbunten zogen die Preise leicht an und sie erlösten 1.729,-€ im Mittel.

Teuerste Bullen waren Nr. 12 „KAX Ulrico“ (Rotbunt) ein junger, korrekter „Deal-Red“-Sohn aus dem bekannten D-Stamm von der Rinderzucht Kaack GbR in Mözen brachte mit seinen guten genomischen Zuchtwerten (ein Vollbruder steht bei der RSH eG) den Zuschlagspreis von 3.000,-€.

Nr. 29, „Theos“ (Schwarzbunt), ein schicker, langer „Apoll P“-Sohn mit sehr guten Übergängen, viel Glanz und interessanten Pedigree von Aufzüchter Stefan Voß in Nehms (SE) wurde für 2.300,-€ zugeschlagen.
In der Angler-Abteilung wurde eine Färse aufgetrieben, die mit 1.500,-€ auch die teuerste der Abteilung wurde und somit den Durchschnitt der Schwarz– und Rotbunten erreichte.

Die nächste Auktion für schwarz- und rotbunte Bullen sowie weibliche Tiere – nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher Bescheinigung – findet am Donnerstag, 12. Oktober 2017, in den Holstenhallen, Neumünster, statt.

Quelle: RSH

Uwe Scheper

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Silomais in Niedersachsen ...

Silomais: Sturmtief Sebastian bringt Häcksler in Aktion -  Viele umgeknickte und welkende Bestände müssen bald geerntet werden

 
Nicht ganz freiwillig hat die Maisernte in Niedersachsen begonnen. Das Sturmtief Sebastian hat Mitte letzter Woche dazu geführt, dass viele Maisbestände abgeknickt wurden. Besonders betroffen davon sind der Norden und Süden vom Deich bis in die Mittelgebirge. Das östliche Niedersachsen hat weniger Sturmschäden erlitten. Auf den betroffenen Feldern sind die meisten Pflanzen auf 20 bis 50 cm Höhe abgeknickt, sie liegen also nicht vollständig auf dem Boden.

Jetzt gilt es, den richtigen Erntetermin für diese Flächen zu ermitteln, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemeldung. Neben dem Trockenmassegehalt, der im Idealfall zwischen 32 und 35 Prozent liegt, aber auf vielen Feldern noch nicht erreicht wurde, spielt auch die Befahrbarkeit der Flächen eine große Rolle. Angesichts der vielerorts durchgeweichten Böden lautet der Rat der Kammer: Ruhe bewahren und nicht gleich den Häcksler in den Bestand schicken.

Vielmehr sollten die Pflanzen jetzt genau beobachtet werden. Beginnt der liegende Mais zu welken, muss kurzfristig geerntet werden. Bleiben die Bestände aber saftig grün, lässt das auf eine weiterhin gute Verbindung zum Wurzelwerk schließen. Die Pflanzen reifen dann annähernd normal ab, und mit der Ernte kann noch gewartet werden. In beiden Fällen können die umgeknickten Bestände mit gängiger Technik abgeerntet werden.

Auch ohne die geschädigten Maisbestände wäre die Silomaisernte in Niedersachsen sehr bald gestartet. Im Süden und Osten haben frühe und mittelfrühe Sorten die Erntereife erreicht. Etwas länger wird es noch im Norden dauern, bis die Häcksler ihre Arbeit aufnehmen können. Da der Mais die Niederschläge im Sommer hervorragend in Pflanzenmasse umsetzen konnte, rechnen die Fachleute der Landwirtschaftskammer mit einer guten bis sehr guten Ernte.

Auf knapp 580.000 Hektar (ha) wird in Niedersachsen Mais angebaut. Dies entspricht rund einem Fünftel der landwirtschaftlichen Fläche. Gute 300.000 ha Mais werden als Silomais für Milchkühe und die Bullenmast eingesetzt. Der Silomais von weiteren gut 200.000 ha wird in Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die restlichen rund 60.000 ha werden erst später als Körnermais mit Mähdreschern geerntet und vorwiegend in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Uwe Scheper

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