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Aug. 1

Leichtere Kälber bei Hitzestress!

1 Kommentar

MoinMoin!

 

Gerade lese ich in der Ausgabe des Bauernblatts für SH vom 20. Juli etwas zum Thema "Worauf Milchviehhalter im Sommer achten sollten". Das Thema läuft ja gerade recht heiß in den landwirtschaftlichen Fachblättern, da müssen wir mehr drauf achten in Zukunft.

 

"Zu heiß ist nicht gut für die Kuh ... und ihr ungeborenes Kalb"

 

Gut, dort lese ich, dass sich Hitzestress negativ auf das Körpergewicht der ungeborenen Kälber auswirkt. Die Kälber werden um bis zu 10kg leichter als Kälber, deren Mütter nicht unter Hitzestress litten. Auch die Zahl der Frühgeburten erhöht sich. Von daher ist es doppelt wichtig, die Temperatur im Stall in den Griff zu bekommen und den Kühen Kühle zu gewähren. Und auch die Kolostrumqualität leidet unter Hitzestress: Die Immunglobulingehalte sind deutlich geringer als bei Mutterkühen, die keinem Hitzestress ausgesetzt waren.

 

Soweit ein kleiner Wink aus der Praxis! Alles Gute

 

Uwe

(cattle)

bz90.gundh
Aug. 7

Monteiro von der Uni Florida hat viel über den Hitzestress während des Trockenstehens und dessen Einfluss auf die Kälber geforscht, da kamen knapp 6 kg geringere Geburtsgewichte bei Hitze stress raus. Auch Römer und Boldt von der LFA MV haben glaube über 30.000 Geburtsgewichte von Kälbern aus dem ProFit-Testherdenprogramm ausgewertet und dabei kam raus, dass im Sommer die leichtesten und im Winter die schwersten Kälber geboren werden. Und da das Geburtsgewicht der erste Teil der metabolischen Programmierung ist zieht sich das durch den ganzen Rest des Lebens.

 

Habe aus eigenen Daten eine Auswertung gemacht, die Masthybriden rausgenommen und nach Erstkalbenden/Mehrkalbskühen, männlich und weibliche Kälber aufgeteilt waren es rund 750 Kalbungen. Ergebnis: Geburtsgewicht und Tragedauer kein Effekt zu sehen und erstaunlicherweise im Sommer 35 % weniger Totgeburten. Vielleicht ist der Hitzestress in dem alten massiven Stall mit gedämmter Decke doch nicht so groß.

 

Andererseits die Auswertung von rund 500 Kuhabgängen nach Geburtsmonat und da sind die im Dezember bis April geborenen Kühe, wo die Mutter während der Trockenstehphase wahrscheinlich kein Hitzestress abbekommen denen im Juni bis September geborenen um rund 4.000 kg Lebensleistung und 4,5 Monate überlegen. Der Effekt ist wirklich beachtlich, aber noch deutlich geringer als der des EKA. Die Parität der Mutter wird ähnlich sein, ist aber nur eine Vermutung, da habe ich keine Zahlen dazu.

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    Nov. 4

    MoinMoin! Ein spannendes Thema wird in der Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift BIOTOPP behandelt. In dieser "Fachzeitschrift für Ökologische Landwirtschaft" wird die Frage aufgeworfen, ob eine Haltung von Nutztieren unter den Prinzipien des Ökologischen Landbaus per se zu mehr Tierwohl führt. Fazit der Forscher - die Namen nenne ich gleich noch -: die Methoden des Ökologischen Landbaus eröffnen die Möglichkeit, im Stall für mehr Tierwohl zu sorgen, sie garantieren es aber nicht. Folglich sollte man nicht den automatischen Schluss ziehen, dass es den Tieren besser geht, wenn man ökologisch produziert. Spannend ist hierbei aber der Hinweis auf eine spezielle Tierwohl-Kontrolle ein, die von manchen Öko-Anbauverbänden (Arbeitsgemeinschaft Tierwohl) durchgeführt wird. Auf diese Weise wird zumindest das Bewusstsein für den Aspekt Tierwohl geschärft. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte selbst mal einen Blick in das Magazin werfen oder aber direkt bei den Autoren der Studie nachfragen. Diese sind Dr. Solveig March, Daniela Haager und Dr. Jan Brinkmann vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau am der Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Email? Ja, und zwar: solveig.march@thuenen.de oder jan.brinkmann@thuenen.de . Uwe grüßt (cattle)
  • cattle
    Okt. 21

    MoinMoin! In vielen Regionen Deutschlands müssen landwirtschaftliche Betriebe ... und vor allem deren Rindviehbestände ... den zweiten trockenen Sommer verdauen. Die Grundfuttervorräte in den Fahrsilos sind teilweise sehr knapp, also stellt sich abermals die Frage: "Wie kommen wir unter diesen Voraussetzungen ohne allzu große Blessuren durch den Winter?". Bei der DLG gibt Jana Denißen Tipps und Ratschläge für betroffene Betriebe. Dabei geht wirft die Referentin für Wiederkäuerfütterung von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Blick auf Punkte wie - Mindestvorräte beachten - Preiswürdigkeit vor Kauf prüfen - Kraftfuttereinsatz erhöhen - Rationen umstellen - Abstocken des Viehbestandes. Sicherlich kann das Problem nicht auf einer oder zwei Din A4-Seiten geklärt werden. Aber immerhin kommt das Thema auch auf diese Weise mal auf den Tisch und man kann auf dieser Basis eine eigene Strategie entwickeln. Manchmal hilft da halt so ein Text, quasi als kleiner Wecker. Hier ist der Text. In diesem Sinne alles Gute Uwe (cattle)
  • cattle
    Okt. 11

    MoinMoin! Gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass der  Rindergesundheitsdienst  Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit mehreren  Landkreisen und  dem Unternehmen Westfleisch  einen  Leitfaden  zum Thema Transportfähigkeit  von Rindern  entwickelt hat. Der Leitfaden zur Transport- und Schlachtfähigkeit von Rindern des Rindergesundheitsdienstes NRW und der Westfleisch soll mit Hilfe eines Ampelsystems das Beurteilen der Tiere vereinfachen. Hier ist der Link! Den Leitfaden gibt es als pdf-Datei. Junge, Junge, wenn man sich die ganzen Angaben anschaut, dann wird einem schon schnell klar, dass man als Tiertransporteur quasi immer mit einem Bein im Gefängnis steht. Aber bloß nicht gleich jammern! Die Informationen sind reichhaltig und für meinen Geschmack gut dargestellt und aufbereitet. Von daher ist das Broschüre nicht nur für Dich da, wenn Du Dein Wissen einfach mal auffrischen willst, sondern auch geeignet, dem tiertransporttechnischen Frischling passende Grundlagen zu vermitteln. Schaut Euch die Datei mal an! Uwe güßt (cattle) Quelle u.a. von der Landwirtschaftskammer NRW
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Über mich

Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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