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Juli 23

Ab sofort: Freigabe von Brachen für Futterzwecke!

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MoinMoin!

 

Gerade kam diese Meldung aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium "durch den Ticker". Lest, ob Ihr von dieser Entscheidung profitieren könnt!

 

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Hannover. Hitze und Trockenheit lassen das Futter knapp werden. Auf vielen Höfen gibt es aufgrund des Dürrejahres 2018 kaum Reserven. Obwohl die Betroffenheit lokal sehr unterschiedlich ist, hat sich das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium entschlossen, dem drohenden Engpass zu begegnen. Ab sofort können Landwirte in Niedersachsen und Bremen die Brachflächen bzw. die ökologischen Vorrangflächen (öVF) unter bestimmten Voraussetzungen zu Futterzwecken nutzen. Die Ausnahmeregelung betrifft etwa 7.000 Betriebe mit rund 23.500 Hektar öVF-Brachen.

 

"Kinder, nicht dass das Futter wieder knapp wird ..."

 

Entsprechende Anträge können jetzt bei den Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt werden. Das Formular befindet sich auf der Internetseite www.lwk-niedersachsen.de unter dem Webcode: 01035612. Im Antrag sind u.a. die Flächen zu benennen, die genutzt werden sollen, sowie die Art der Nutzung und die Hintergründe des Futtermangels.

 

Eine Nutzung ohne Genehmigung bleibt ein Greening-Verstoß. Die Nutzung ist auf Futterzwecke beschränkt. Eine andere Verwendung, z. B. in einer Biogasanlage, ist nicht zulässig. Die Nutzung umfasst die maschinelle Ernte wie auch die Beweidung von Brache als öVF mit dem Nutzungscode 062 (Brache ohne Erzeugung). Das heißt, Bearbeitungsschritte darüber hinaus oder eine Aussaat sind nicht erlaubt und auch die anderen Vorgaben für öVF, z. B. bezüglich Düngung und Pflanzenschutz, gelten weiterhin. In gleichem Maße genutzt werden können ab dem 1. Juli von jeher öVF mit den Nutzungscodes 057/058 (Feldränder/Pufferstreifen - Ackerland und Grünland) und 054 (Streifen am Waldrand). Die Regelung bezieht sich nur auf das Entfernen des vorhandenen Aufwuchses. Die Nutzung darf nicht kommerzieller Art sein. Folglich ist ein Verkauf des Aufwuchses nicht erlaubt, die kostenlose Abgabe an von der Trockenheit betroffene Betriebe, die ebenfalls EU-Agrarzahlungen beantragen, ist aber gestattet.

 

Die Möglichkeit der Nutzung des Aufwuchses gilt nicht für Honigbrachen mit dem Nutzungscode 065/066 und auch nicht für ein- oder mehrjährige Blühstreifen oder -flächen im Rahmen einer Agrarumwelt- und Klimamaßnahme (Nutzungscode 574 und 575).

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Uwe

(cattle)

 

Aktuelle Beiträge
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    Okt. 21

    MoinMoin! Anbei eine Pressemitteilung des Landvolks Niedersachsen! Nur zwei von drei deutschen Höfen halten Tiere Deutschlands Tierhalter reagieren auf politische Vorschriften und die gesellschaftliche Diskussion: Immer mehr von ihnen geben auf. Diesen Trend belegen nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes sowohl Daten der Agrarstrukturerhebung wie auch der Viehzählungen. Das ergeben Auswertungen des Deutschen Bauernverbandes. Er hat in einem Vergleich der Ergebnisse zur bundesweiten Agrarstrukturerhebung von 2016 und 2010 ermittelt, dass auf zwei von drei Höfen Tiere gehalten werden. Auf 185.200 landwirtschaftlichen Betrieben standen danach zum Stichtag 1. März 2016 Tiere, bei der Vorgängererhebung 2007 wurden noch 53.200 Tierhalter mehr ermittelt. Ihre Zahl reduzierte sich schrittweise um 22,7 Prozent bis 2010, weitere 30,1 Prozent bis 2013 und nochmals um 32,8 Prozent bis 2016. Der Bauernverband nennt verschiedene Gründe für diese Entwicklung, unter anderem gesetzgeberischen Regelungsdruck, eine schwache Marktstellung im internationalen Wettbewerb, aber auch wirtschaftliche Größenvorteile sowie technischen und züchterischen Fortschritt. Und nicht zuletzt veranlasst auch eine kritische öffentliche Diskussion über Landwirtschaft die Tierhalter zur Aufgabe. Etwas aktuellere Zahlen liefert die amtliche Viehzählung mit den jüngsten Daten zum Stichtag 3. Mai 2019. Danach gibt es nicht nur weniger Tierhalter, auch die Zahl der landwirtschaftlichen Nutztiere hat sich deutlich verringert. Der Milchkuhbestand hat mit 4,07 Mio. Tieren den niedrigsten Stand seit Mai 2008 erreicht. Die Zahl der Schweine zeigt seit 2015 ebenfalls kontinuierlich nach unten und liegt aktuell bei 26 Mio. Tieren. Noch rasanter vollzieht sich die Talfahrt bei den Sauen, hier gab es zwischen 2005 und 2019 einen Rückgang von 2,54 Mio. Tieren auf aktuell 1,81 Mio. Die Schafhaltung liegt aktuell mit 1,57 Mio. Tieren ebenfalls deutlich niedriger als noch vor zehn Jahren mit 2,37 Mio. Tieren, allerdings hat sich hier der Rückgang zuletzt abgeflacht. Die Schafbestände werden nur einmal mit der Novemberzählung erfasst, die jüngsten Daten gelten daher für den Stichtag 1. November 2018. Quelle: (LPD 79/2019) Uwe (cattle)
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    Okt. 12

    MoinMoin! In der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift "agrar heute" lese ich gerade einen eher kritischen Bericht über Bundesagrarministerin Julia Klöckner. Zentrale Aussagen: - Klöckner ist eine Marionette der SPD und - man bemerkt nicht, dass Klöckner besondere Ahnung von der Landwirtschaft hat. Nun, um zunächst den Punkt mit der Agrarkompetenz zu beleuchten ..., könnt Ihr Euch noch daran erinnern, wann wir zuletzt einen Bundesagrarminister mit agrarischer Fachkompetenz hatten? Also, mir fallen da spontan Josef Ertl und Ignatz Kiechle ein. Aber danach? Mal ehrlich, da müssen wir Klöckner doch einreihen in eine Phalanx der nicht besonders kompetenten Kandidaten. Gut, da gab es noch den Borchers, aber richtig heiß war der auch nicht. Sicherlich sind auch Klöckners Bewegungen rein agrarfachlich nicht immer befriedigend zu erklären, aber Leute ... ... ... das kennen wir doch, oder? ;-) Und "Marionette" ... nun, es gibt durchaus Leute, die die Aktivitäten von Ex-Minister Christian Schmidt von der CSU rund um Glyphosat auch nicht als allzu unabhängig bezeichnen würden. Nun gut, nicht von der SPD, aber ... . Sicherlich mag Klöckners Politik verwundern, aber ich glaube, dass sie versucht, Landwirtschaft sanft auf die wahrscheinlichen Veränderungen vorzubereiten und in die richtigen Startlöcher zu drängen. Ich sehe da ihre Bemühungen um ihr Tierschutzlabel und den Tierschutz. Was soll ich sagen, es gibt immer noch zu viele Schwarze Schafe unter Landwirten. Sicherlich sind es nur wenige Landwirte, aber es sind genug und Landwirtschaft verschließt noch allzu oft die Augen vor Missständen. Und da vermisse ich wirklich Aktivität, Aktivität, die über die Stereotypen eines Rukwied hinausgehen. Und eine Denke, die über das immer wieder geäußerte "Die Bauern stehen am Pranger" hinausgeht. Gut, ich hoffe, dass man Klöckners Aktivitäten zumindest teilweise damit erklären kann. Manchmal denke ich mir, dass die Agrarlobby auch etwas enttäuscht ist. Es gab wohl durchaus Leute, die hofften, dass die (vermeintlich) hübsche Weinkönigin eine gute Gallionsfigur zum Durchdrücken sektoraler Lobbyinteressen abgeben würde. Da haben sich die Interessenvertreter aber geschnitten. Klöckner macht vielleicht nicht immer, was sie (Julia) will, aber noch weniger immer das, was sie (Lobbyisten) wollen. Na, schauen wir mal. Aber ... Uwe (cattle)
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    Sep. 27

    MoinMoin! Der Bundesverband Rind und Schwein - kurz: BRS - hat auf der Agrarministertagung ein Positionspapier zum Thema Rindertransporte vorgelegt. Im Kern geht es darum, die Standards für Transporte aus Deutschland in andere EU-Länder sowie Zielländer außerhalb der EU zu verbessern. "Gezielt" wird dabei auch auf die Standards der EU-Tiertransport-Verordung, da die nun vorgelegten Vorschläge über das bisherige Niveau hinaus gehen. Das hört sich doch schon mal gut an. Leider habe ich noch keine weiteren Informationen zu dem Thema, ich werde da aber noch schauen. Bis dahin könnt Ihr Euch mittels der Meldung der top agrar informieren. Ich hoffe, dass die Vorschläge weitreichend genug sind, um tiergerechte Transporte auch außerhalb der deutschen Grenzen zu gewährleisten. Und ich hoffe zudem - EU lässt grüßen -, dass die deutschen Vorschläge auch auf EU-Ebene akzeptiert und in anderen Nationen abgenickt werden. Da muss man ja immer darauf achten, dass sich andere Länder nicht auf den Schlips getreten fühlen, wenn "die Deutschen mal wieder alles besser wissen". Es gibt ja durchaus Stimmen, die dafür sind, den Export für Schlachtvieh in Länder außerhalb der EU komplett zu verbieten und die Schlachtung der Tiere innerhalb der EU nach den Vorstellungen des Fleischhandels in den Zielländern vorzunehmen. Auf diesem Wege könnte nicht nur für mehr Tierschutz und weniger Geknurre von irgendwelchen NGOs gesorgt werden. Es würden auch mehr Arbeitskräfte im Inland gehalten werden. Was meint Ihr? Uwe (cattle)
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Über mich

Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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