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Aug. 5

Aktie: BEYOND MEAT

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MoinMoin!

 

Als diese Aktie Anfang Mai an der NASDAQ gelistet wurde, da gab es ein richtig gutes Feuerwerk für den Kurs. Ich meine - bin mir aber nicht ganz sicher -, dass das Papier zu einem Kurs von Ende 30 Dollar ausgegeben wurde, fix ging es auf die 70 und dann Anfang Juni auf 100 und zwei Wochen später auf 175. Dann ging es noch einmal hoch bis an die 234 US-Dollar, um nun wieder im Bereich von 175 US-Dollar gehandelt zu werden.

 

Wenn man sich das Papier anschaut, dann muss man sich zunächst die Bewertung ansehen. Ich habe die konkreten Daten leider nicht an der Hand, aber ich weiß noch, dass das Unternehmen weiterhin Verlust macht und sehr hoch bewertet ist. Ende Mai wurde BEYOND MEAT laut Angaben eines Händlers mit 4,0 Milliarden US-Dollar kapitalisiert, machte dabei 90 Millionen US-Dollar Umsatz und etwa 30 Millionen US-Dollar Verlust. Laut Comdirect legte der Umsatz des Unternehmens im zweiten Quartal im Jahresvergleich um satte 287 (!) Prozent auf 67,3 Millionen Dollar zu. Der Verlust stieg dabei aber um über ein Viertel auf 9,4 Millionen Dollar. LETZTLICH muss dieses Zahlenwerk aber kein Nachteil sein, wenn man sich Aktien anschaut, die eine vermeintlich weltbewegende Idee, aber halt noch kein Geld verdienen. Aber sicher: man sollte so etwas immer im Kopf behalten.

 

 

Die Stimmen und Meinungen rund um das Unternehmen sind sicherlich auf ideologisch gefärbt. Denn Burger und Fleischersatzprodukte sind für Leute aus der Fleischbranche ein rotes Tuch ... und für die Veggie- und Veganerfront schon so etwas wie ein Heiland. So tauchten schon ganz zu Beginn der eindrucksvollen Börsenlaufbahn des Unternehmens (nun ja, innerhalb von vier Monaten ...) eine ganze Reihe von vegetablen und veganen Promis auf, die in ihren Statements die Vorzüge der Idee und des Unternehmens hervorhoben. Na klar, von der anderen Seite wurde nicht mit Kritik gespart. Ich bin in solchen Situationen immer besonders vorsichtig, denn solche Aktien können sehr schnell steigen, aber auch wieder einknicken. Aber ... es kann sicher spannend sein, hier mal an einem schwachen Tag zuzugreifen und dann einfach mal zu hoffen, dass die Kiste wieder den Weg nach oben findet.

 

Das Unternehmen selbst finde ich pfiffig. Da geht es nicht um Verzicht oder ein gutes Gewissen. Das Unternehmen suggeriert Spaß und versorgt seine Kunden "ohne den Umweg über die Kuh" direkt. Das Unternehmen scheint sich auch etwas zu trauen und hat momentan Rückenwind, auch und gerade, was den Vertrieb angeht. Eine ganze Reihe von Einzelhandelsketten ist schon vorstellig geworden, um dieses hippe und "gute" Produkt listen zu können. Da bin ich gespannt. Gespannt bin ich auch darüber, inwieweit es sich bei diesem konkreten Unternehmen um eine Mode oder kurzfristigen Lifestyle handelt und in welchem Rahmen es sich in der Branche auch langfristig einen Platz sichern kann.

 

Letztlich kann man sicher davon ausgehen, dass sich Veggie- und Vegan-Produkte auch langfristig am Markt halten werden. Sie werden Fleisch in den kommenden 30 Jahren nicht komplett ersetzen, sie werden aber auch nicht mehr aus den Regalen verschwinden. Warum auch? Sie sind ein Teil unserer Vielfalt im Ernährungsbereich und das ist okay so. Ich schaue da immer, was die Großen im Spiel in diesem Bereich machen. Die Wessjohann-Gruppe forscht an vegetarischen Produkten, Mc Donalds hat einen leckeren und ernstzunehmenden Veganburger im Programm, Tyson-Foods forscht und auch Aldi kümmert sich. Für mich sind das Signale, dass zählen. Denn diese Unternehmen sind klug und geschickt, sie wissen, wann und wo Geld verdient werden wird. Und deshalb gibt es diese Unternehmen schon so lange und in so erfolgreicher Verfassung. Vielleicht wird BEYOND MEAT auch eines Tages von einem Mitbewerber übernommen ..., auch dann könnte Geld verdient werden.

 

... und was meint Ihr?

 

Uwe

(cattle)

 

 

 

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    Okt. 30

    MoinMoin! Die Osnabrücker Herdbuchgesellschaft nimmt die nächste Auktion ins Visier! Hier erste Informationen über die angebotenen Tiere - direkt aus der Feder der OHG! ... Weiter steigende Auftriebszahlen bei OHG-Auktion Für die am 13. November 2019 anstehenden nächste Zuchtviehauktion liegt die Anzahl der angemeldeten Tiere nochmals um gut 50 höher. Gegenüber der entsprechenden Vorjahresauktion sind es exakt 75 Tiere mehr. Das Gesamtangebot von 375 Tieren setzt sich zusammen aus 38 Deckbullen, 332 Zuchtrindern und 5 Kälbern. Nach den sehr günstigen Preisen für Deckbullenkunden im Oktober bietet das Novemberangebot auch wieder etwa den gleichen Umfang und eine enorm breite Angebotspallette. Die Liebhaber von bekannten sicheren Kuhfamilien mit wenigstens 2 Generationen guten Einstufungen und Leistungen dürften ebenso fündig werden wie Kunden, die ganz spezielle Exterieurpedigrees mit hohen Typerwartungszuchtwerten suchen. Zudem liegen auch bereits für 15 Deckbullen bereits genomische Untersuchungsergebnisse vor. Hierbei stechen weniger herausragend hohe RZG-Werte ins Auge, sondern vielmehr die von den meisten Kunden gewünschten und gesuchten kompletten Vererbungsprofile ohne Fehler. Im Durchschnitt liegen die 15 Bullen aber auch über 1000 kg Milch und bei 137 gRZG. Besonders interessant dürfte das Angebot auf dieser Auktion für Interessenten an Hornlosbullen sein. Mit insgesamt 6 Hornlosbullen, von denen sogar zwei homozygot hornlos sind, bieten sich auch in diesem Spezialsegment große Auswahlmöglichkeiten. Nach dem auf der Oktober Auktion, gerade aufgrund der Qualität der Tiere, so manchem Bieter das Ende doch etwas zu früh kam, gibt es am 13. November eine neue Chance sich tolle frisch abgekalbte, leistungsbereite Tiere zu sichern. Die enorme Euterqualität der Rinder und die durchschnittlich mit über 34 Litern ausgewiesener Einsatzleistung auf den letzten Auktionen lässt auf einiges hoffen. So stellen auch bei der nächsten Auktion wieder die Bullen Basta, Trend, Milton, Milano, Louis und Milord die größten Töchterzahlen und stärken die positiven Erwartungen. Für die Betriebe die nur GVO-frei gefütterte Tiere erwerben dürfen sind etwa 200 Tiere gemeldet. Die fünf angebotenen Kälber stammen aus dem Betrieb Bunge. Die interessanten Pedigrees sollten den ein oder anderen noch einmal einen Extrablick in den Katalog wert sein. Unter anderem sind Kälber aus der Joy und Sambuca Linie zu finden. Für Auktionsinteressenten, die am 13. November 2019 selbst keine Zeit für einen Auktionsbesuch haben, stehen die zuverlässigen OHG-Mitarbeiter für Kaufaufträge, Lukas Harms (05422/987-256) für Rinder und Maik Wittemeier (05422/987-251) für die Bullen, als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem sind bei den Großauktionen in Osnabrück auch Transportmöglichkeiten in alle Regionen Deutschlands gegeben. Es erleichtert die Planung, wenn sich Interessenten hierzu vorab bei Jutta Rosemann (Tel.: 05422/987-258) erkundigen. Den Katalog als PDF gibt es unter www.ohg-genetic.de Quelle: OHG Uwe Scheper
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    Okt. 25

    Gelungener Start ins neue Geschäftsjahr Die erste Zuchtviehauktion im neuen Geschäftsjahr, welches am 1. Oktober bei der OHG begonnen hat, verlief ähnlich verheißungsvoll wie vor einem Jahr. Auch dort startete man im Oktober mit einem deutlichen Preissprung > 1.800 € im Durchschnitt bei den Rindern, was dann auch noch im November und Dezember anhielt, aber im Verlauf des Jahres 2019 bislang nur ein einziges Mal (Mai) wieder erreicht wurde. Ursächlich für die verhaltene Nachfrage im Verlauf des Jahres waren bekanntlich die stagnierenden Milchpreise und Unsicherheiten durch erneute Futterknappheit infolge von Dürre, etc.. Obwohl sich an den Unsicherheiten nicht grundlegend etwas geändert hat, war erfreulicherweise die Nachfrage auf der Oktober-Auktion nach Rindern sehr vielseitig mit Auslandskunden aus den Niederlanden, Belgien, Italien und Polen sowie von einer spürbaren Belebung der Inlandsnachfrage geprägt. Mehr als jedes 4. Rind erzielte damit Steigpreise von 2.000 € und mehr und der Durchschnittspreis stieg deutlich an um 183 € auf 1.823 €. Ein Wermutstropfen war allerdings die sehr verhaltene Nachfrage nach Bullen bei dieser Auktion. Es lag nicht unbedingt an der Qualität, denn fast die Hälfte der zur Körung vorgestellten Bullen wurde in Klasse I prämiert. Aufgrund der geringen Nachfrage ergab sich selbst bei diesen überdurchschnittlich gut entwickelten Bullen ein Überstand und die wenigen Kunden vor Ort hatten somit günstige Einkaufsmöglichkeiten. Nur bei wenigen Bullen ergaben sich länger anhaltende Bieterduelle und letztlich erzielten nur 3 Bullen > 2.000 €. Hierbei handelte es sich ausnahmslos um Bullen, die absolute Top-Pedigrees aufwiesen. Am erfolgreichsten in dieser Kategorie war der Zuchtbetrieb Reinermann mit 2 Bullen, die jeweils im Kaufauftrag an Kunden in Westfalen bzw. Schleswig-Holstein gingen. Preissieger war mit 2.500 € ein Reflector-Sohn aus der auch kürzlich noch auf der Tierschau ausgestellten VG-89 RR Beacon Rita. Bei dem zweiten Bullen handelte es sich um ein rein Reinermann’sches Zuchtprodukt, denn der Vater Backstage geht auf die berühmte Elisa-Familie zurück, während die Mutterlinie auf die altbekannte R-Linie zurückgeht; dieser Bulle ging für 2.300 € in den hohen Norden. Bei einem sehr typvollen Atwood-Sohn aus der bereits bei Bundesschauen erfolgreichen Epic-Tochter Lea von Bösemeyer hatten schließlich belgische Kunden den längsten Atem und sicherten sich diesen Bullen für 2.100 €. Wie eingangs berichtet herrschte bei den Rindern eine recht breite Nachfrage nach sehr guten Tieren von verschiedensten Kunden. Erfreulich für die Kunden, dass sie die Osnabrücker Züchter diesem Wunsch mit ihren auch in der Breite sehr guten Rindern entsprechen konnten. Bei den absoluten Toptieren hatte jedoch ein Stammkunde aus den Niederlanden zumeist den längsten Atem und sicherte sich sogleich alle 5 Toprinder im Preissegment 2.600 € bis 2.800 €. Den Toppreis von 2.800 € erzielte der Betrieb Kl. Helmkamp aus Gr. Drehle mit einem reinen OHG-Zuchtprodukt aus der Kombination Milano x Plaza x Wizzard x Dorado, welches neben top Exterieur und durch eine Einsatzleistung von gut 40 Liter zu überzeugen wusste. Auch bei den beiden nachfolgenden Rindern in der Preistopliste vom Betrieb Pösse handelte es sich um Töchter von OHG-Bullen mit ebenfalls hohen Einsatzleistungen und zwar einerseits bei den jüngeren Rindern um eine Chanel-Tochter und zuvor etwa zur Auktionsmitte um eine Tochter des Hornlosvererbers Power PP. Ebenfalls 2.600 € erzielte eine Balu aus Beach von Schulze-Placke sowie eine Consul aus Boss von der Timmering-Brandl KG. Für die nächste Auktion am 13. November 2019 wird ein Gesamtauftrieb von ca. 400 Tieren erwartet. Quelle: OHG Uwe (cattle)
  • cattle
    Okt. 16

    MoinMoin! Auf der Absetzerauktion am 10. Oktober ist nach Angaben des Veranstalters Masterrind gut verlaufen. Der Auftrieb von über 260 Verkaufstieren konnte komplett vermarktet werden. Das Kaufinteresse an männlichen Tieren ist weiterhin rege und fügt sich gut in die Atmosphäre der Vorauktion vom August ein. Färsen waren demgegenüber etwas günstiger als auf der Vorauktion. Von einem Minus von 30 bis 50 Euro ist die Rede. Aber was soll's, wir haben Herbst und da wackeln die Kurse angesichts des Endes der Weidesaison immer ein wenig. Warten wir ab! Quelle: Masterrind Uwe (cattle)
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Erfolgreich züchten mit All Rind
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Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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