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Aug. 8

RUW: Minus 208,-- für Färsen am 6.08. in Hamm!

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Zur 273. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 6. August 2019 in den Zentralhallen in Hamm wurden gut 200 Zuchtrinder der verschiedenen Tierkategorien aufgetrieben. Neben dem anhaltend niedrigen Milchpreisniveau führt auch die regional stark ausgeprägte Trockenheit zunehmend zu Schwierigkeiten bei der Futterproduktion, so dass die Kaufbereitschaft eher zurückhaltend erwartet wurde. Und so waren es auch die ausländischen Stammkunden aus Italien, Belgien und den Niederlanden, die am Färsenmarkt einen großen Teil der angeboten Tiere ersteigerten und für einen geräumten Markt sorgten. Die Qualität am vorangegangen Bullenmarkt war gut und traf auf eine starke Nachfrage, so dass sich das Preisniveau deutlich erhöhte. Der abschließende Kälbermarkt wurde bei rückläufigen Steigpreisen vollständig geräumt.

 

MISSION P: ein genetisch hornloser Bulle aus dem Hause der RUW!

 

Hornlose Deckbullen wurden stark nachgefragt

 

Mit einem Auftrieb von 27 Deckbullen war das Angebot wie im Vormonat überschaubar. Die Qualität der Bullen konnte aber auf ganzer Breite überzeugen und führte zu einem deutlich angestiegenen Preisniveau von knapp 1.800 € im Durchschnitt. Mit einem Anteil von weit über 40 % präsentierte sich der Auktionsstandort Hamm als Marktplatz für beste Hornlosgenetik ein weiteres Mal von seiner besten Seite. Und auch in der Preisspitze waren es die natürlich hornlosen Bullen, die die Höchstpreise erzielten. Allen voran der BORN P-Sohn KOE Boris, der von der Köster KG aus Steinfurt zum Verkauf angeboten wurde und nach langem Bietduell zum Steigpreis von 3.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Wesel verkauft wurde. KOE Boris entstammt der bekannten T-Familie der Köster KG und wusste mit einem gRZG von 145 und einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild zu überzeugen. Mit etwas Abstand folgte ein ebenfalls hornloser Birdman-Sohn aus der Zucht von Gregor Laukamp aus Rosendahl. Er stammt aus einer leistungs- und inhaltsstoffstarken rotbunten Kuhfamilie und wurde zum Gebot von 2.600 € einem Züchter aus dem Kreis Borken zugeschlagen. Und auch der Bulle im preislich dritten Rang war rotbunt und hornlos. Dieser Lucky PP-Sohn aus der Zucht von Meinolf Heihoff-Schwede aus Delbrück konnte ebenso wie die beiden vorgenannten Bullen in allen Belangen überzeugen und wurde zum Steigpreis von 2.500 € an einen hessischen Züchter verkauft. Für 2.400 € verkaufte Elisabeth Wacker aus Steinfurt einen sehr korrekten Gymnast-Sohn in den Westerwaldkreis, der somit auch der teuerste schwarzbunte Bulle des Auktionstages war. Das Spitzenquintett vervollständigte ein wiederum hornloser Avalon PP-Sohn aus der Zucht von Franz-Josef Aussel aus Rheda-Wiedenbrück, der für 2.300 € einem Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis zugeschlagen wurde.

 

Ausländische Käufer bestimmen den Färsenmarkt

 

Mit gut 150 abgekalbten Färsen war der Auftrieb für den Monat August recht ansprechend. Bei angenehmen 25 Grad verlief der Färsenmarkt von Anfang bis Ende in ruhigem Fahrwasser. Unsere ausländischen Stammkunden waren bei der Anzahl der Gebote, aber auch bei der Bereitschaft, Gebote von 2.000 € und mehr abzugeben, marktbestimmend. Aufgrund der deutlich größeren Variabilität in der Qualität der Rinder im Vergleich zum Vormonat pendelte sich der Durchschnittspreis letztlich bei 1.631 € ein. Die beiden teuersten Färsen wechselten für jeweils 2.300 € in den Stall eines belgischen Stammkunden. Die Erste im Bunde war eine Bushman-Tochter aus der Zucht von Walter Niestert aus Sendenhorst, die sich ohne Fehl und Tadel und mit einer passenden Einsatzleistung im Ring präsentierte, das Ganze kombiniert mit Langlebigkeit und Höchstleistungen von über 16.000 bzw. 18.000 kg bei Mutter und Großmutter. Die Zweite im Bunde war eine NUGGET RDC-Tochter aus der Zucht von Franz-Josef Senger-Stuftei aus Ennigerloh, die ihrer neuen Stallgefährtin in nichts nachstand und bei vielen Käufern auf dem Wunschzettel stand. Für 2.200 € im Zuschlag folgten die Colantai-Tochter Petra aus der Zucht von Hartmut Landwehr aus Steinhagen, die am Abend der Auktion nach Italien verladen wurde, und die Ems Red PP-Tochter WIT Gina aus der Zucht von Thomas Wiethege aus Halver, die sich ein niederländischer Holsteinzüchter sicherte. WIT Gina war gleichzeitig die teuerste natürlich hornlose Färse des Auktionstages. Zum Steigpreis von 2.100 € folgten sechs weitere Färsen.

 

Zuchtkälbermarkt

 

Das Angebot von 23 Zuchtkälbern wurde vollständig an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat auf 207 €. Teuerstes Kalb des Tages war eine natürlich hornlose HOTSPOT P-Tochter, gezogen aus einer LABEL P-Mutter, aus der Zucht von Andreas Pröbsting aus Everswinkel, die für den Steigpreis von 380 € in einen Züchterstall im Kreis Borken wechselte. Dicht auf folgte zum Steigpreis von 360 € eine NUNTIUS-Tochter, aus EDELMUT-Mutter aus der Zucht von Markus Wissmann aus Nordkirchen, die in den Kreis Coesfeld verkauft wurde. Das Spitzentrio komplettierte eine Santana-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Eberhard Brochhaus aus Kürten, die für 300 € an einen Züchter aus dem Kreis Warendorf verkauft wurde.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 3. September 2019 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-266 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Quelle: RUW

 

Uwe

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Aktuelle Beiträge
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    Okt. 30

    MoinMoin! Die Osnabrücker Herdbuchgesellschaft nimmt die nächste Auktion ins Visier! Hier erste Informationen über die angebotenen Tiere - direkt aus der Feder der OHG! ... Weiter steigende Auftriebszahlen bei OHG-Auktion Für die am 13. November 2019 anstehenden nächste Zuchtviehauktion liegt die Anzahl der angemeldeten Tiere nochmals um gut 50 höher. Gegenüber der entsprechenden Vorjahresauktion sind es exakt 75 Tiere mehr. Das Gesamtangebot von 375 Tieren setzt sich zusammen aus 38 Deckbullen, 332 Zuchtrindern und 5 Kälbern. Nach den sehr günstigen Preisen für Deckbullenkunden im Oktober bietet das Novemberangebot auch wieder etwa den gleichen Umfang und eine enorm breite Angebotspallette. Die Liebhaber von bekannten sicheren Kuhfamilien mit wenigstens 2 Generationen guten Einstufungen und Leistungen dürften ebenso fündig werden wie Kunden, die ganz spezielle Exterieurpedigrees mit hohen Typerwartungszuchtwerten suchen. Zudem liegen auch bereits für 15 Deckbullen bereits genomische Untersuchungsergebnisse vor. Hierbei stechen weniger herausragend hohe RZG-Werte ins Auge, sondern vielmehr die von den meisten Kunden gewünschten und gesuchten kompletten Vererbungsprofile ohne Fehler. Im Durchschnitt liegen die 15 Bullen aber auch über 1000 kg Milch und bei 137 gRZG. Besonders interessant dürfte das Angebot auf dieser Auktion für Interessenten an Hornlosbullen sein. Mit insgesamt 6 Hornlosbullen, von denen sogar zwei homozygot hornlos sind, bieten sich auch in diesem Spezialsegment große Auswahlmöglichkeiten. Nach dem auf der Oktober Auktion, gerade aufgrund der Qualität der Tiere, so manchem Bieter das Ende doch etwas zu früh kam, gibt es am 13. November eine neue Chance sich tolle frisch abgekalbte, leistungsbereite Tiere zu sichern. Die enorme Euterqualität der Rinder und die durchschnittlich mit über 34 Litern ausgewiesener Einsatzleistung auf den letzten Auktionen lässt auf einiges hoffen. So stellen auch bei der nächsten Auktion wieder die Bullen Basta, Trend, Milton, Milano, Louis und Milord die größten Töchterzahlen und stärken die positiven Erwartungen. Für die Betriebe die nur GVO-frei gefütterte Tiere erwerben dürfen sind etwa 200 Tiere gemeldet. Die fünf angebotenen Kälber stammen aus dem Betrieb Bunge. Die interessanten Pedigrees sollten den ein oder anderen noch einmal einen Extrablick in den Katalog wert sein. Unter anderem sind Kälber aus der Joy und Sambuca Linie zu finden. Für Auktionsinteressenten, die am 13. November 2019 selbst keine Zeit für einen Auktionsbesuch haben, stehen die zuverlässigen OHG-Mitarbeiter für Kaufaufträge, Lukas Harms (05422/987-256) für Rinder und Maik Wittemeier (05422/987-251) für die Bullen, als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem sind bei den Großauktionen in Osnabrück auch Transportmöglichkeiten in alle Regionen Deutschlands gegeben. Es erleichtert die Planung, wenn sich Interessenten hierzu vorab bei Jutta Rosemann (Tel.: 05422/987-258) erkundigen. Den Katalog als PDF gibt es unter www.ohg-genetic.de Quelle: OHG Uwe Scheper
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    Okt. 25

    Gelungener Start ins neue Geschäftsjahr Die erste Zuchtviehauktion im neuen Geschäftsjahr, welches am 1. Oktober bei der OHG begonnen hat, verlief ähnlich verheißungsvoll wie vor einem Jahr. Auch dort startete man im Oktober mit einem deutlichen Preissprung > 1.800 € im Durchschnitt bei den Rindern, was dann auch noch im November und Dezember anhielt, aber im Verlauf des Jahres 2019 bislang nur ein einziges Mal (Mai) wieder erreicht wurde. Ursächlich für die verhaltene Nachfrage im Verlauf des Jahres waren bekanntlich die stagnierenden Milchpreise und Unsicherheiten durch erneute Futterknappheit infolge von Dürre, etc.. Obwohl sich an den Unsicherheiten nicht grundlegend etwas geändert hat, war erfreulicherweise die Nachfrage auf der Oktober-Auktion nach Rindern sehr vielseitig mit Auslandskunden aus den Niederlanden, Belgien, Italien und Polen sowie von einer spürbaren Belebung der Inlandsnachfrage geprägt. Mehr als jedes 4. Rind erzielte damit Steigpreise von 2.000 € und mehr und der Durchschnittspreis stieg deutlich an um 183 € auf 1.823 €. Ein Wermutstropfen war allerdings die sehr verhaltene Nachfrage nach Bullen bei dieser Auktion. Es lag nicht unbedingt an der Qualität, denn fast die Hälfte der zur Körung vorgestellten Bullen wurde in Klasse I prämiert. Aufgrund der geringen Nachfrage ergab sich selbst bei diesen überdurchschnittlich gut entwickelten Bullen ein Überstand und die wenigen Kunden vor Ort hatten somit günstige Einkaufsmöglichkeiten. Nur bei wenigen Bullen ergaben sich länger anhaltende Bieterduelle und letztlich erzielten nur 3 Bullen > 2.000 €. Hierbei handelte es sich ausnahmslos um Bullen, die absolute Top-Pedigrees aufwiesen. Am erfolgreichsten in dieser Kategorie war der Zuchtbetrieb Reinermann mit 2 Bullen, die jeweils im Kaufauftrag an Kunden in Westfalen bzw. Schleswig-Holstein gingen. Preissieger war mit 2.500 € ein Reflector-Sohn aus der auch kürzlich noch auf der Tierschau ausgestellten VG-89 RR Beacon Rita. Bei dem zweiten Bullen handelte es sich um ein rein Reinermann’sches Zuchtprodukt, denn der Vater Backstage geht auf die berühmte Elisa-Familie zurück, während die Mutterlinie auf die altbekannte R-Linie zurückgeht; dieser Bulle ging für 2.300 € in den hohen Norden. Bei einem sehr typvollen Atwood-Sohn aus der bereits bei Bundesschauen erfolgreichen Epic-Tochter Lea von Bösemeyer hatten schließlich belgische Kunden den längsten Atem und sicherten sich diesen Bullen für 2.100 €. Wie eingangs berichtet herrschte bei den Rindern eine recht breite Nachfrage nach sehr guten Tieren von verschiedensten Kunden. Erfreulich für die Kunden, dass sie die Osnabrücker Züchter diesem Wunsch mit ihren auch in der Breite sehr guten Rindern entsprechen konnten. Bei den absoluten Toptieren hatte jedoch ein Stammkunde aus den Niederlanden zumeist den längsten Atem und sicherte sich sogleich alle 5 Toprinder im Preissegment 2.600 € bis 2.800 €. Den Toppreis von 2.800 € erzielte der Betrieb Kl. Helmkamp aus Gr. Drehle mit einem reinen OHG-Zuchtprodukt aus der Kombination Milano x Plaza x Wizzard x Dorado, welches neben top Exterieur und durch eine Einsatzleistung von gut 40 Liter zu überzeugen wusste. Auch bei den beiden nachfolgenden Rindern in der Preistopliste vom Betrieb Pösse handelte es sich um Töchter von OHG-Bullen mit ebenfalls hohen Einsatzleistungen und zwar einerseits bei den jüngeren Rindern um eine Chanel-Tochter und zuvor etwa zur Auktionsmitte um eine Tochter des Hornlosvererbers Power PP. Ebenfalls 2.600 € erzielte eine Balu aus Beach von Schulze-Placke sowie eine Consul aus Boss von der Timmering-Brandl KG. Für die nächste Auktion am 13. November 2019 wird ein Gesamtauftrieb von ca. 400 Tieren erwartet. Quelle: OHG Uwe (cattle)
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    Okt. 16

    MoinMoin! Auf der Absetzerauktion am 10. Oktober ist nach Angaben des Veranstalters Masterrind gut verlaufen. Der Auftrieb von über 260 Verkaufstieren konnte komplett vermarktet werden. Das Kaufinteresse an männlichen Tieren ist weiterhin rege und fügt sich gut in die Atmosphäre der Vorauktion vom August ein. Färsen waren demgegenüber etwas günstiger als auf der Vorauktion. Von einem Minus von 30 bis 50 Euro ist die Rede. Aber was soll's, wir haben Herbst und da wackeln die Kurse angesichts des Endes der Weidesaison immer ein wenig. Warten wir ab! Quelle: Masterrind Uwe (cattle)
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Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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