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Mai 22

Zwischenkalbezeiten

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Und ich lese heute ja noch etwas mehr :-). Es gibt ja immer wieder die Diskussion um die Länge der Zwischenkalbezeit. Ich erinnere mich noch gut an die Faustformel "Pro Jahr ein Kalb", aber ... ist das immer noch so? Schließlich daddeln viele unserer Kühe nicht mehr bei 7.000 oder 8.000 Litern Leistung pro Laktation rum, sondern geben durchaus oberhalb der Grenze von 10.000 oder 11.000 Litern Gas. Macht es Sinn - oder ist gar schädlich für die Kuh -, wenn Kühe trotz weiterhin hoher Tagesgemelke trockengestellt werden?

 

Tarmstedt 2014 (nach der Anlieferung morgens um 6 Uhr)

 

 

Die Wissenschaftler Dr. Anke Römer und Dr. Bernd Losand von der LFA Mecklenburg-Vorpommern in Dummerstorf haben sich mit dem Thema beschäftigt. Die beiden haben im Rahmen der 16. Konferenz der DLG Spitzenbetriebe Milcherzeugung einen interessanten Vortrag gehalten, über den im Magazin Milchpraxis berichtet wird. Ich möchte ... und vor allem KANN ... ich an dieser Stelle nicht sämtliche Ergebnisse wiedergeben. Deshalb nur kurz einige Ergebnisse, wenn Ihr mehr wissen wollt, so müsst Ihr Euch an die Milchpraxis wenden oder direkt an die Forscher aus Dummerstorf.

 

Tarmstedt 2014

 

Bei Kühen mit einer Milchleistung unter 9.000kg ist es am rentabelsten, wenn diese der alten Faustformel folgen und einmal im Jahr ein Kalb bekommen. Im Leistungsbereich bis 10.000kg kann eine leicht verlängerte Zwischenkalbezeit um ein bis zwei Zyklen zu positiven Effekten bei der Nutzungsdauer der Kuh führen. Und bei Kühen, die Euren Milchtank oberhalb der 10.000er Marke mit Milch füllen, können auch noch längere Wartezeiten (über 100 Tage zwischen Kalbung und erneuter Besamung) sinnvoll sein. Dabei sollte man aber noch einige Dinge im Auge behalten.

 

Wie gesagt, weitere Informationen gibt es bei der Milchpraxis oder aber in Dummerstorf.

 

Uwe

(cattle)

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    Nov. 4

    MoinMoin! Ein spannendes Thema wird in der Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift BIOTOPP behandelt. In dieser "Fachzeitschrift für Ökologische Landwirtschaft" wird die Frage aufgeworfen, ob eine Haltung von Nutztieren unter den Prinzipien des Ökologischen Landbaus per se zu mehr Tierwohl führt. Fazit der Forscher - die Namen nenne ich gleich noch -: die Methoden des Ökologischen Landbaus eröffnen die Möglichkeit, im Stall für mehr Tierwohl zu sorgen, sie garantieren es aber nicht. Folglich sollte man nicht den automatischen Schluss ziehen, dass es den Tieren besser geht, wenn man ökologisch produziert. Spannend ist hierbei aber der Hinweis auf eine spezielle Tierwohl-Kontrolle ein, die von manchen Öko-Anbauverbänden (Arbeitsgemeinschaft Tierwohl) durchgeführt wird. Auf diese Weise wird zumindest das Bewusstsein für den Aspekt Tierwohl geschärft. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte selbst mal einen Blick in das Magazin werfen oder aber direkt bei den Autoren der Studie nachfragen. Diese sind Dr. Solveig March, Daniela Haager und Dr. Jan Brinkmann vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau am der Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Email? Ja, und zwar: solveig.march@thuenen.de oder jan.brinkmann@thuenen.de . Uwe grüßt (cattle)
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    Okt. 21

    MoinMoin! In vielen Regionen Deutschlands müssen landwirtschaftliche Betriebe ... und vor allem deren Rindviehbestände ... den zweiten trockenen Sommer verdauen. Die Grundfuttervorräte in den Fahrsilos sind teilweise sehr knapp, also stellt sich abermals die Frage: "Wie kommen wir unter diesen Voraussetzungen ohne allzu große Blessuren durch den Winter?". Bei der DLG gibt Jana Denißen Tipps und Ratschläge für betroffene Betriebe. Dabei geht wirft die Referentin für Wiederkäuerfütterung von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Blick auf Punkte wie - Mindestvorräte beachten - Preiswürdigkeit vor Kauf prüfen - Kraftfuttereinsatz erhöhen - Rationen umstellen - Abstocken des Viehbestandes. Sicherlich kann das Problem nicht auf einer oder zwei Din A4-Seiten geklärt werden. Aber immerhin kommt das Thema auch auf diese Weise mal auf den Tisch und man kann auf dieser Basis eine eigene Strategie entwickeln. Manchmal hilft da halt so ein Text, quasi als kleiner Wecker. Hier ist der Text. In diesem Sinne alles Gute Uwe (cattle)
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    Okt. 11

    MoinMoin! Gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass der  Rindergesundheitsdienst  Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit mehreren  Landkreisen und  dem Unternehmen Westfleisch  einen  Leitfaden  zum Thema Transportfähigkeit  von Rindern  entwickelt hat. Der Leitfaden zur Transport- und Schlachtfähigkeit von Rindern des Rindergesundheitsdienstes NRW und der Westfleisch soll mit Hilfe eines Ampelsystems das Beurteilen der Tiere vereinfachen. Hier ist der Link! Den Leitfaden gibt es als pdf-Datei. Junge, Junge, wenn man sich die ganzen Angaben anschaut, dann wird einem schon schnell klar, dass man als Tiertransporteur quasi immer mit einem Bein im Gefängnis steht. Aber bloß nicht gleich jammern! Die Informationen sind reichhaltig und für meinen Geschmack gut dargestellt und aufbereitet. Von daher ist das Broschüre nicht nur für Dich da, wenn Du Dein Wissen einfach mal auffrischen willst, sondern auch geeignet, dem tiertransporttechnischen Frischling passende Grundlagen zu vermitteln. Schaut Euch die Datei mal an! Uwe güßt (cattle) Quelle u.a. von der Landwirtschaftskammer NRW
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Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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