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RSH: Auktion vom 13. Dezember


Überblick für Eilige


Der Verkauf auf der letzten Zuchtviehauktion des Jahres am 13. Dezember 2018 verlief etwas schwerfällig und sehr stark qualitätsorientiert, vor allem was den Bullenmarkt in den einzelnen Rasseabteilungen betrifft. Das ohnehin kleine Angebot auf dem Markt der rotbunten Bullen konnte zu einem im Vergleich zum Vormonat nachgebenden Durchschnittspreis nicht vollständig verkauft werden. Auch bei den schwarzbunten Bullen konnte das knappe Angebot des Marktes nicht vollständig geräumt werden. Abermals war hier aber zu beobachten, dass die Käufer bereit waren, für entsprechend gute Qualitäten auch durchaus eine hohe Preisbereitschaft an den Tag zu legen. Besseren Absatz bei ebenfalls qualitätsorientierten Preisen fanden frisch abgekalbte Färsen mit hohen Einstiegsleistungen, züchterisch interessanten Pedigrees und korrektem Exterieur. In allen drei angebotenen Rasseabteilungen blieben die Preis im Vergleich zum Vormonat recht konstant.


Ergebnisse im Detail

Kreiskollektion mit guten Qualitäten belebt das Auktionsgeschehen


Auf der letzten Auktion des Jahres 2018 hatten sich die Kreisvereine der Schwarz- und Rotbuntzüchter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde die Mühe gemacht, gemeinsam mit den Züchtern eine bewusst vorselektierte Kollektion verschiedener Rassen zum Verkauf zu bringen. Das wertete das Auktionsangebot der weiblichen Tiere nochmals auf.


Bullenmarkt

Die lediglich sieben gekörten rotbunten Bullen konnten nicht vollständig verkauft werden und erreichten einen Durchschnittspreis von 1.300,-€, was im Vergleich zur Auktion im November einen Preisrückgang bedeutete. Die verkauften Bullen Katalognummer (Nr.) 3, „Vagelo“, ein genomisch getesteter „Duncan-Red“-Sohn von Lars Frohbös aus Goosefeld (RD/ECK), überzeugte den Käufer durch Exterieur und soliden Gesamtzuchtwert. Die Nr. 7, „Vadusa“, der von Hans-Jochen Stange aus Ricklung (RD/ECK) gezogene Sohn des „Appleboy“, überzeugte mit soliden Zuchtwerten und hohen Einsatzleistungen von Mutter und Großmutter. Auch die Nr. 8, „Vadym“, ein „Isco Red“ aus einer „Ludox“ Mutter konnte neben einem gRZM von 127 auch mit hoher Leistung jenseits der 10.000 Milchkilogramm (Mkg) über bereits fünf Laktationen bei der Mutter aufwarten. Alle drei Bullen wurden für 1.300,- € zugeschlagen.


Auch in der Schwarzbuntabteilung war auf dem Bullenmarkt nur ein kleines Angebot zum Verkauf, und auch hier konnten nicht alle Tiere einen Zuschlag erhalten. Der Durchschnittspreis der schwarzbunten gekörten Bullen erreichte im Mittel 1.666,-€, leicht über dem Ergebnis der Auktion im Vormonat. Teuerster Bulle war die Nr. 18, „Vadiso“, ein mit in allen Merkmalen guten genomischen Zuchtwerten ausgestatteter „Appeal“-Sohn, dessen Mutter und Großmutter mit Leistungen weit über 10.000 Mkg bei sehr guten Inhaltsstoffen über mehrere Laktationen hin aufwarten konnten. Der Züchter Hans Tietgen aus Rickling (SE) erhielt dafür mit 2.400,- € den Höchstpreis der Dezember-Auktion.


Weibliche Tiere

Das durch die sehr gut selektierte Kreiskollektion deutlich erweiterte Angebot an weiblichen Tieren aller drei Rassen zeigte, dass weiterhin Käuferinteresse für frisch abgekalbte Färsen mit hohen Einstiegsleistungen, züchterisch interessanten Pedigrees und korrektem Exterieur besteht. Qualität zahlt sich in diesem Falle in barer Münze aus, denn für sehr korrekte, gut rausgebrachte weibliche Tiere zeigten die Käufer durchaus höhere Preisbereitschaft.



In der Rotbuntabteilung wurden lediglich drei abgekalbte Färsen aufgetrieben, die zu einem Durchschnittspreis von 1.433,- € zugeschlagen werden konnten. Ein Tier aus der Kreiskollektion, die mit einem korrekten Exterieur ausgestattete Nr.103, „Udine“, eine Tochter des rotbunten RSH-Vererbers „Defago Red“, brachte Klaus-Jürgen Wichmann, Haby (RD/ECK) als Aussteller 1.600,- €.


In der Schwarzbuntabteilung erzielten die abgekalbten Färsen im Durchschnitt 1.413,-€. Die teuersten Färsen waren hier mit einem Zuschlagspreis von jeweils 2.100,- € ebenfalls zwei Tiere aus der Kreiskollektion aus Rendsburg-Eckernförde. Zuerst die genomisch getestete Nr.75, „Tucki“, eine sehr korrekte, schicke „Surefire“-Tochter von der Gravert GbR in Lindau (RD/ECK), die seit längerem sehr erfolgreich mit Robotern melken. Wenig später konnte sich auch Paul Hameister aus Timmaspe über einen Zuschlag von 2.100,- € für seine „Galaxy“-Tochter „HvH Uschi“ freuen. Hier überzeugte die Käufer das feste, sehr gut angesetzte Euter und das durchweg korrekte Exterieur, sowie solide, langlebige Leistungen bei Mutter und Großmutter. Die einzige zweikalbige Kuh im schwarzbunten Angebot, die mit GP84 bewertete „Neptune“-Tochter „Selly“ von Jürgen Möller aus Quarnbek, schloss ihre erste Laktation mit über 10.000 Mkg ab und erlöste 1.100,- €.


In der Angler-Abteilung wurden vier abgekalbte Färsen zu einem Durchschnittspreis von 1.262,- € aufgetrieben. Die teuerste von ihnen, die Nr. 81, war eine sehr feingliederige Tochter des RSH-Rotviehvererbers „Reker“ aus einer VG 85 bewerteten Mutter von „Kasimir“. Sie brachte Züchter Claus-Heinrich Jacobsen aus Hohenlieth (RD/ECK) 1.350,- €. 1.400,- € brachte, als einzige mehrkalbige Kuh im Angler-Angebot, die zweikalbige Nr.62, „Silvana“. Auch sie stammt aus der bekannten Rotvieh-Zuchtstätte von Claus-Heinrich Jacobsen in Hohelieth.


Die nächste Auktion für schwarz- und rotbunte Bullen sowie weibliche Tiere – nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher Bescheinigung – findet am Donnerstag, 24. Januar 2018, als Abendauktion ab 18.00 Uhr in den Holstenhallen Neumünster statt.


Quelle: Rinderzucht Schleswig-Holstein eG


Uwe Scheper

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