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Aug. 22

Tiertransporte früher und heute ...

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MoinMoin!

 

In einem Blatt eines Nutzviehvermarkters habe ich neulich gelesen, dass auch schlachtreife Mastbullen mit Tierliebe, Behutsamkeit und einem leichten Plastikstab Richtung Schlachthof verladen werden. Das möchte man ja zunächst kaum glauben. Wenn ich mich da an die 70er und 80er Jahre zurück erinnere, dann erinnere ich mich noch durchaus an recht üble Praktiken, mit denen vor allem die schweren Bullen verladen wurden. Meine Tante hat immer am Abend vor dem Tag der Abholung sämtliche Forken aus dem Stall genommen, um deren Einsatz beim Verladen der Bullis zu verhindern. Na, ich möchte die übrigen Dinge, die damals durchaus zum Einsatz kamen, gar nicht vertiefen. Ältere Semester (ü40 und schlimmer ;-) ) werden wissen, was ich meine.

 

"Die Jungs ..."

 

Es hat sich aber durchaus etwas getan bei der Verladung von Bullen und anderem Schlachtvieh. So musste ich Ende der neunziger Jahre einen knurrig gewordenen Zuchtbullen verkaufen. Vor dem Tag der Abholung gruselte es mir, das kann ich Euch sagen. Wir stellten unsere Gatter auf und bildeten so einen Corral, in den wir den Bullen lockten. Zum Glück war er Kraftfutter gewohnt und kannte den schwarzen Eimer. Der LKW kam und dank des umsichtigen Fahrers ... und dem Kraftfuttereimer ... gelang es uns, den knurrigen Kollegen ohne böse Worte und Haue auf die Hebebühne und dann in den Tiertransporter zu bewegen. Das hatte mich schon damals sehr erstaunt, zumal sich außer mir niemand mehr auf die Weide traute.

 

Andererseits ... ich glaube nicht, dass sich der Bulle durch einen Knüppel oder ähnliche Hilfsmittel zu einem Gang auf den LKW hätte bewegen lassen können. Sicherlich, bei Bullen dieses Formats sollte man sich immer darauf einstellen, dass sich einer der Kandidaten mal umdreht und angreift. Das kann tödlich enden, von daher ... Obacht!

 

Dennoch scheint es heutzutage doch so zu sein, als ob Landwirte, Fahrer und Schlachthofmitarbeiter gelernt haben, Bullen auch ohne Alarm zu verladen. Liegt das eigentlich nur an dem Know How der Menschen oder auch daran, dass die Bullen heutzutage deutlich besser gehalten werden als früher?

 

Insofern glaube ich daran, dass sich Vieles gebessert hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Ein Glück!!!

 

Uwe

(cattle)

 

 

Aktuelle Beiträge
  • cattle
    Nov. 4

    MoinMoin! Ein spannendes Thema wird in der Ausgabe 2/2019 der Zeitschrift BIOTOPP behandelt. In dieser "Fachzeitschrift für Ökologische Landwirtschaft" wird die Frage aufgeworfen, ob eine Haltung von Nutztieren unter den Prinzipien des Ökologischen Landbaus per se zu mehr Tierwohl führt. Fazit der Forscher - die Namen nenne ich gleich noch -: die Methoden des Ökologischen Landbaus eröffnen die Möglichkeit, im Stall für mehr Tierwohl zu sorgen, sie garantieren es aber nicht. Folglich sollte man nicht den automatischen Schluss ziehen, dass es den Tieren besser geht, wenn man ökologisch produziert. Spannend ist hierbei aber der Hinweis auf eine spezielle Tierwohl-Kontrolle ein, die von manchen Öko-Anbauverbänden (Arbeitsgemeinschaft Tierwohl) durchgeführt wird. Auf diese Weise wird zumindest das Bewusstsein für den Aspekt Tierwohl geschärft. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte selbst mal einen Blick in das Magazin werfen oder aber direkt bei den Autoren der Studie nachfragen. Diese sind Dr. Solveig March, Daniela Haager und Dr. Jan Brinkmann vom Thünen-Institut für Ökologischen Landbau am der Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Email? Ja, und zwar: solveig.march@thuenen.de oder jan.brinkmann@thuenen.de . Uwe grüßt (cattle)
  • cattle
    Okt. 21

    MoinMoin! In vielen Regionen Deutschlands müssen landwirtschaftliche Betriebe ... und vor allem deren Rindviehbestände ... den zweiten trockenen Sommer verdauen. Die Grundfuttervorräte in den Fahrsilos sind teilweise sehr knapp, also stellt sich abermals die Frage: "Wie kommen wir unter diesen Voraussetzungen ohne allzu große Blessuren durch den Winter?". Bei der DLG gibt Jana Denißen Tipps und Ratschläge für betroffene Betriebe. Dabei geht wirft die Referentin für Wiederkäuerfütterung von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Blick auf Punkte wie - Mindestvorräte beachten - Preiswürdigkeit vor Kauf prüfen - Kraftfuttereinsatz erhöhen - Rationen umstellen - Abstocken des Viehbestandes. Sicherlich kann das Problem nicht auf einer oder zwei Din A4-Seiten geklärt werden. Aber immerhin kommt das Thema auch auf diese Weise mal auf den Tisch und man kann auf dieser Basis eine eigene Strategie entwickeln. Manchmal hilft da halt so ein Text, quasi als kleiner Wecker. Hier ist der Text. In diesem Sinne alles Gute Uwe (cattle)
  • cattle
    Okt. 11

    MoinMoin! Gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass der  Rindergesundheitsdienst  Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit mehreren  Landkreisen und  dem Unternehmen Westfleisch  einen  Leitfaden  zum Thema Transportfähigkeit  von Rindern  entwickelt hat. Der Leitfaden zur Transport- und Schlachtfähigkeit von Rindern des Rindergesundheitsdienstes NRW und der Westfleisch soll mit Hilfe eines Ampelsystems das Beurteilen der Tiere vereinfachen. Hier ist der Link! Den Leitfaden gibt es als pdf-Datei. Junge, Junge, wenn man sich die ganzen Angaben anschaut, dann wird einem schon schnell klar, dass man als Tiertransporteur quasi immer mit einem Bein im Gefängnis steht. Aber bloß nicht gleich jammern! Die Informationen sind reichhaltig und für meinen Geschmack gut dargestellt und aufbereitet. Von daher ist das Broschüre nicht nur für Dich da, wenn Du Dein Wissen einfach mal auffrischen willst, sondern auch geeignet, dem tiertransporttechnischen Frischling passende Grundlagen zu vermitteln. Schaut Euch die Datei mal an! Uwe güßt (cattle) Quelle u.a. von der Landwirtschaftskammer NRW
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Über mich

Ich betreibe cattle.de bereits seit 2001 und es ist damit das wahrscheinlich älteste Onlinemagazin speziell für Rinderhalter. Mein Name ist Dr. Uwe Scheper und ich bin seit über 30 Jahren im Journalismus aktiv.

 

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